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CeBIT-Organisatoren ziehen positives Fazit - Bitkom-Appell an Politik

Computer CeBIT-Organisatoren ziehen positives Fazit - Bitkom-Appell an Politik

Fünf Tage lang hat die CeBIT den Trendsuchern den Weg zum digitalen Wandel gewiesen. Zum Abschluss machen Aussteller und Organisatoren in Euphorie und sprechen von der besten CeBIT aller Zeiten. Es gibt aber auch mahnende Worte.

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Die CeBIT in Hannover gilt als weltweit wichtigstes Barometer für den Stand der Digitalisierung.

Quelle: Ole Spata

Hannover. Neue Formate, neue Themenschwerpunkte, neue Kundenstruktur: Die CeBIT sieht sich bestätigt bei ihrer Neu-Ausrichtung von einer Computermesse hin zur großen Digitalbühne.

"Wir haben ihr ein klareres Profil gegeben", sagte Messe-Chef Oliver Frese zum Abschluss der diesjährigen Leistungsschau. Der Chef des IT-Branchenverbands Bitkom, Bernhard Rohleder, bemühte sogar einen Superlativ und meinte: "Das war die beste CeBIT jemals." Die Messe werde immer effizienter. Für die Aussteller bestätigte Vodafone-Manager Jan Geldmacher diese Einschätzung: "Das Konzept geht voll auf, für die Ausstellerschaft ist das Ziel erreicht."

Messe-Chef Oliver Frese stellte vor allem die starke Verzahnung von Ausstellung und Kongress bei der vor drei Jahren eingeleiteten Neuausrichtung heraus. Die Messe sei durch die Fülle und Bandbreite der Konferenzen und Foren zur weltweit wichtigsten Veranstaltung für die Digitalisierung geworden. Der kurzfristig erstmals ins Programm genommene Themenbereich Drohnen sei gut angenommen worden und soll daher 2017 auch mit Diskussionsrunden weiter ausgebaut werden. Frese: "Das Drohnenthema hat eine Heimat bei der CeBIT gefunden."

Eine weitere Erkenntnis der diesjährigen CeBIT: Bei den Besuchern treten Vertriebs-, Personal-, Finanz- oder Logistikmanager heute anders als früher im Tandem mit den IT-Verantwortlichen auf. "Wir haben es geschafft, neue Zielgruppen zu erreichen", erklärte Frese.

Bitkom-Chef Rohleder forderte beim digitalen Wandel ein dringend notwendiges "Aufschlauen" von Politik und Gesellschaft. Die rasante Vernetzung von Mensch und Maschine sei bei den Spitzen der Politik zwar angekommen, doch hake es auf den Ebenen darunter. "Wir haben kein Digitalministerium", kritisierte er und meinte mit Blick aufs Messethema: "Das Thema ist letztes Jahr angewärmt worden; wir sind jetzt raus aus den Startlöchern und müssen richtig Tempo machen."

Nötig sei daher ein enger Schulterschluss zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um strukturelle Hindernisse auszuräumen und den Umbruch auf allen Ebenen zu stemmen. Nach Ansicht des Geschäftsführers des Schweizer Branchenverbands ICT Switzerland gehört dazu unbedingt auch die Nachwuchsförderung. "Fachkräfte sind in der Schweiz wie auch in Deutschland und anderen Ländern sehr knapp", sagte Andreas Kaelin.

Die Schweiz als diesjähriges CeBIT-Partnerland zog ebenfalls eine positive Bilanz ihrer Messe-Präsenz; die Resonanz bei den Ausstellern sei hervorragend gewesen. Messethema war auch diesmal wieder "d'economy" - ein Kunstwort aus den englischen Begriffen für Digital und Wirtschaft. Insgesamt waren 3300 Aussteller aus 70 Ländern vertreten - sie waren damit im Vorjahresvergleich stabil. Die nächste CeBIT wird in Hannover am 20. März 2017 stattfinden.

dpa

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