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Designer: Neues Logo soll Google "unschuldigeres Gesicht" geben

Internet Designer: Neues Logo soll Google "unschuldigeres Gesicht" geben

Millionenmal pro Tag ist er auf deutschen Bildschirmen zu sehen: der Google-Schriftzug. Seit gestern sieht er anders aus. Der Initiator des Red Dot Design Awards, Prof. Peter Zec, findet das neue Logo gelungen. Doch sieht auch politische Motive hinter dem Redesign.

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Google hat sein weltbekanntes Markenlogo behutsam modernisiert. Foto: Google

Essen. Am Mittwoch hat sich der Google-Schriftzug die scharfen Kanten abrasiert. Mancher im Netz findet den neuen Look beliebig, harmlos. Google selbst begründet den Schritt mit der besseren Darstellbarkeit auch auf kleinen Bidlschirmen.

Prof. Peter Zec, Initiator und Geschäftsführer des Red Dot Design Awards, hält diese Begründung für vorgeschoben. Dennoch hält er das neue Logo für "stark Red-Dot-verdächtig", sagte er am Donnerstag im dpa-Interview.

Frage: Professor Zec, wie gelungen finden Sie das neue Google-Logo?

Antwort: Ich halte es für durchaus gelungen. Wäre ich Kommunikationsdesigner, hätte ich vermutlich ein ähnliches Erscheinungsbild gewählt, nämlich hin zu einem Design, das auf eine junge Zielgruppe zugeschnittenen ist. Es entspricht jetzt auch viel stärker dem Schreibstil von Jugendlichen. Das vorherige Logo hatte Räumlichkeit in den Lettern, man hatte den Eindruck von 3D-Buchstaben. Das neue Logo verzichtet auf Serifen, wirkt weniger angestaubt und verschnörkelt. Auch die Idee, in der Kurzform "G" sämtliche Hausfarben zu integrieren, ist konsequent. Das vorher klein geschriebene "g"-Symbol hatte nichts mit der Corporate Identity von Google zu tun. Ein guter Entwurf, stark Red-Dot-verdächtig.

Frage: Mit Blick auf Ebay, Yahoo oder Microsoft empfinden manche das neue Google-Logo als Schritt in die Beliebigkeit. Wie sehen Sie das?

Antwort: Das neue Logo hat nichts mit Beliebigkeit oder Vereinheitlichung zu tun. Das Ebay-Logo mag auf den ersten Blick ähnlich aussehen, wirkt aber völlig anders, da die Buchstaben komplizierter angeordnet sind. Jedes der angesprochenen Logos hat übrigens eine große Eigenständigkeit, auch wenn die erst bei näherem Hinsehen heraustritt. Bei Google ist das Punktum das stilisierte, leicht gekippte "e". Das macht es besonders und nicht beliebig, dies wird der Hingucker und Merker sein.

Frage: Google begründet den Logowechsel mit der besseren Darstellbarkeit auf kleinen Bildschirmen. Finden Sie das schlüssig?

Antwort: Das ist ein einfacher Vorwand, um die Verjüngung zu transportieren, ohne die wahren Gründe zu nennen. Das Argument, man wollte sich an neue Nutzungsformen anpassen, ist jedenfalls vorgeschoben, auch wenn der neue Entwurf nun technisch besser skalierbar ist. Auch das alte Logo war natürlich auf Smartphones und Tablets gut erkennbar. Nein, tatsächlich wollte Google sich modernisieren und zudem besser merkbar werden: Jeder hatte eine Vorstellung im Kopf vom alten Google-Logo - aber keiner hätte es zeichnen können. Das ist ganz ähnlich wie bei Coca Cola: Jeder kennt den Schriftzug, aber kaum jemand weiß, wie die Buchstaben genau aussehen. Ganz anders ist es beim neuen Google-Logo gelöst: Diese klare Form wird schon bald jeder nachzeichnen können, es ist "reduced to the max".

Frage: Vermuten Sie hinter dem weniger aggressiven Design weitere Motive?

Antwort: Sinn und Zweck eines Unternehmens treten in erster Linie durch dessen Tätigkeiten hervor, nicht durch das Logo. Aber: In der Tat kommt die Neufassung frischer daher, dabei auch naiver, etwas kindlicher. Es trägt nicht so schwer, schwülstig und opulent wie das alte Logo, und daraus entwickelt man eine leichtere, lockerere Wahrnehmung. Das neue Emblem wirkt unverfänglicher, auch weniger hierarchisch. In jedem Fall will sich der Konzern damit ein unschuldigeres Gesicht verleihen.

dpa

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