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Medien: EU-Kartellwächter nehmen sich auch Google-Kerngeschäft vor

Computer Medien: EU-Kartellwächter nehmen sich auch Google-Kerngeschäft vor

In ihrem jahrelangen Wettbewerbsverfahren gegen Google griff die EU-Kommission bisher nur bei Shopping-Angeboten und dem Android-System durch. Jetzt ist Medienberichten zufolge aber auch Online-Werbung an der Reihe, die zentrale Geldquelle des Konzerns.

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Google macht nach wie vor den Großteil seines Geldes mit Werbung im Umfeld von Suchanfragen.

Quelle: Lukas Schulze

Brüssel. Die EU-Wettbewerbshüter wollen laut Medienberichten Google jetzt auch im Kerngeschäft des Internet-Riesen härter rannehmen.

Die EU-Kommission bereite konkrete Vorwürfe gegen Googles Vorgehen bei Online-Werbung vor, berichteten der Finanzdienst Bloomberg, die Website "Politico", das "Wall Street Journal" und die "Financial Times". Die Kommission wollte die Berichte nicht kommentieren.

Es wäre das dritte Mal, dass die Kommission in einem sogenannten "Statement of Objections" Google unfairen Wettbewerb vorwirft und Änderungen fordert. In den ersten beiden Verfahren, bei denen es soweit kam, geht es um Shopping-Angebote und das weltweit dominierende Betriebssystem Android. Auch das Werbegeschäft mit Diensten wie AdWords und AdSense prüfen die Brüsseler Kartellwächter schon seit Jahren. Google wies die Vorwürfe wettbewerbswidrigen Verhaltens stets zurück.

Rund 90 Prozent der Google-Umsätze von 74,5 Milliarden Dollar kamen im vergangenen Jahr aus dem Geschäft mit Online-Werbung. Dabei bringen Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche nach wie vor das meiste Geld ein. Beim neuen Dachkonzern Alphabet steuerten alle anderen Geschäftsbereiche neben Google nur knapp 450 Millionen Dollar Umsatz bei. Es ginge somit um den Kern des Geschäftsmodells von Google.

Die Kommission fragte den Medienberichten zufolge bei Beschwerdeführern um Erlaubnis, ihre Kritikpunkte Google vorzulegen. Das gilt als sicheres Zeichen dafür, dass konkrete Vorwürfe zur baldigen Veröffentlichung ausgearbeitet werden. Nach Informationen der "Financial Times" will die Kommission auch im Fall der Shopping-Suche mit weiteren Vorwürfen nachlegen.

In dem Fall warf die Kommission Google bereits im April 2015 vor, bei den Shopping-Angeboten werde der eigene Service zum Nachteil von Konkurrenten und Verbrauchern bevorzugt.

Im April warf die Kommission Google in einem zweiten Verfahren vor, mit der Geschäftspolitik bei Android den Wettbewerb im Smartphone-Markt zu behindern. Sie stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Geräten mit integrierten Diensten des Konzerns zwingend auch die Google-Suche und den Web-Browser Google Chrome vorinstallieren müssten. Außerdem biete der Konzern Herstellern und Mobilfunk-Betreibern finanzielle Anreize dafür, dass sie ausschließlich die Google-Suche auf den Geräten vorinstallieren.

Bei EU-Wettbewerbsverfahren drohen in letzter Konsequenz Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Die Kommission startete die erste Wettbewerbsprüfung von Google bereits Anfang 2010.

dpa

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