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Microsoft startet Auslieferung von Windows 10

Neues Betriebssystem Microsoft startet Auslieferung von Windows 10

Am Mittwoch kommt Microsofts Windows 10 auf die ersten Rechner. Das neue System soll schneller, schöner und einfacher zu bedienen sein. Im Test erweist sich Windows 10 als solide Weiterentwicklung - ganz fertig ist es allerdings nicht. Und das ist kein Unfall.

Microsoft liefert ab Mittwoch sein neues Betriebssystem Windows 10 an die Kunden aus.

Quelle: dpa

Redmond/Berlin. Microsoft liefert ab Mittwoch sein neues Betriebssystem Windows 10 an die Kunden aus. Das Softwarepaket wird in insgesamt 190 Ländern und 111 Sprachen zur Verfügung gestellt. Microsoft erhofft sich einen Schub bei den Kunden nach dem Flop der Vorgängerversion Windows 8. Das Unternehmen verspricht ein schnelleres System und eine vereinfachte Bedienung. Die Nutzer einer lizenzierten Version von Windows 7 und Windows 8.1 erhalten das Upgrade auf die neue Software innerhalb des ersten Jahres kostenlos.

Mit Windows 10 kehrt das beliebte Start-Menü von Windows 7 in einer erweiterten Version wieder zurück. Bestimmte Bedienelemente von Windows 8.1 wie die sogenannte Charm-Leiste, die von Anwendern kritisiert wurden, werden abgeschafft. Neu ist außerdem ein runderneuerter Webbrowser sowie die Sprachsteuerung Cortana. Neben vielen optischen Veränderungen hat sich also auch „unter der Haube“ einiges getan. Hier sind die sichtbarsten Neuerungen für PC- und Notebooknutzer im Überblick.

Seit Mittwoch (29.07.2015) können Nutzer von Windows 7 und Windows 8 auf Microsofts neuestes Betriebssystem umsteigen. Neben vielen optischen Veränderungen hat sich auch „unter der Haube“ einiges getan. Hier sind die sichtbarsten Neuerungen für PC- und Notebooknutzer im Überblick.

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Startmenü: Neue Version, neues Startmenü. Nach der seltsamen Kombination aus Startseite und Desktop in Windows 8.1 ist im neuen Windows wieder alles an einer Stelle. Das Startmenü zeigt auf der linken Seite wichtige Funktionen und häufig genutzte Programme. Ein Klick auf „Alle Apps“ öffnet eine alphabetische Programmliste. Auf der rechten Seite finden sich die ab Windows 8 bekannten App-Kacheln. Sie sind in vier Größen einstellbar und können nach Bedarf angeordnet oder auch entfernt werden. Wenn die App es unterstützt, werden Live-Informationen wie Wetter oder Nachrichten direkt im Startmenü angezeigt. Wer die App-Kacheln nicht mag, entfernt alle und schiebt das Startmenü auf einspaltige Darstellung zusammen. Umsteiger von Windows 7 importieren laut Microsoft beim Update alle Startmenü-Einstellungen.

Übersicht: Zurück zum Bewährten. Windows 10 hat eine Taskleiste, den klassischen Desktop, auf dem sich Dateien und Programm-Icons ablegen lassen, die irritierende Charms-Leiste ist Geschichte. Wichtige Systeminformationen und häufig genutzte Funktionen werden nun im Info-Center angezeigt. Es wird per Mausklick auf ein Sprechblasen-Icon in der Taskleiste oder per Fingerwisch vom rechten Bildschirmrand geöffnet. Neu ist die Taskansicht: Per Klick oder Wischgeste mit drei Fingern werden alle geöffneten Programme nebeneinander angezeigt - das Exposé von Mac OS X lässt grüßen.

Kauf von Rechnern mit Windows 7 und 8.1 lohnt sich weiterhin

Obwohl mit Windows 10 Microsofts nächstes großes Betriebssystem in den Startlöchern steht, lohnt sich der Kauf von Computern mit den beiden Vorgängersystemen weiterhin. Was die Hardware betrifft, sind aktuelle Geräte nämlich in der Lage, auch mit Windows 10 zu laufen. „Besitzer einer gültigen Windows 7 oder Windows 8.1-Lizenz können im ersten Jahr kostenfrei auf Windows 10 umsteigen“, erklärt Daniel Rottinger von „teltarif.de“. Auch Tabletnutzer mit Windows 8 können - die geeignete Hardware vorausgesetzt - auf Windows 10 umsteigen. Rottinger empfiehlt dafür aber mindestens 2 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Neu sind auch die virtuellen Desktops. Per Klick auf „Neuer Desktop“ in der Taskansicht können neue Arbeitsbereiche eingerichtet werden. Das sorgt für mehr Übersicht. Nutzer von hochauflösenden Bildschirmen profitieren von einer „Snap Assist“ genannten Funktion, mit der sich Prorammfenster einfach auf dem Schirm anordnen und fixieren lassen. So können sie mit wenigen Klicks auf 4K-Bildschirmen (3840 zu 2160 Pixel) etwa vier Full-HD-Fenster (1920 zu 1080 Pixel) anzeigen lassen.

Cortana: Windows kommt mit eingebauter Assistentin. Das vom Smartphones bekannte Cortana integriert sich gut ins System. Aufgaben wie Termine anlegen, Internetsuchen, das Öffnen von Programmen, Wetterberichte oder Rechenaufgaben können ihr per Sprach- oder Texteingabe im Suchfeld in der Taskleiste gegeben werden. Im Praxistest funktioniert das bislang eher mäßig. Viele Anfragen beantwortet Cortana mit Bing-Suchergebnissen. Um Cortana zu nutzen, muss Windows 10 mit einem aktiven Microsoftkonto gestartet werden. Die gesammelten Daten können online verwaltet werden. Wer sich von Cortana trennen möchte, kann das für jedes Windows-Gerät einzeln tun. Wie die Zeitschrift „c’t“ (Ausgabe 17/2015) berichtet, bleiben Nutzerdaten dabei online im Microsoftkonto gespeichert.

Microsofts neuer Browser: Edge.

Microsofts neuer Browser: Edge.

Quelle: dpa

Edge: Der Internet Explorer ist tot, es lebe Edge. Zwar ändert sich beim Logo des Browser kaum etwas, das Programm zum Erkunden des Internets ist aber von Grund auf neu. Das Ergebnis ist ein schlanker, flotter Browser mit Lesemodus, Cortana-Integration, flotter Videodarstellung und einem Kommentarmodus. Webseiten können direkt am Bildschirm kommentiert, Textpassagen markiert oder einzelne Bereiche ausgeschnitten werden.

Sicherheit: Entsprechend moderne Hardware vorausgesetzt erlaubt Windows 10 die biometrische Identifikation des Nutzers - etwa per Gesichtserkennung. Im „c’t“-Test mit einer RealSense 3D Kamera von Intel funktionierte das ziemlich fehlerfrei. Die Daten werden laut Microsoft nur auf dem Gerät gespeichert.

Einstellungen: Windows 10 ist kein fertiges System. Das wird beim Blick in die „Einstellungen“ deutlich. Viele häufig benötigten Optionen sind hier einfach und übersichtlich dargestellt. Andere Einstellungen gibt es in der „Systemsteuerung“, wieder andere Optionen - etwa für angeschlossene Geräte - finden sich bei „Geräte“. Perspektivisch sollen alle Einstellungsmöglichkeiten eines Tages unter dem Punkt „Einstellungen“ auffindbar sein - bis dahin bleibt es etwas unübersichtlich. Mit dem neuen Betriebssystem vollzieht Microsoft allerdings auch den Schritt zu Windows als Service. Neue Funktionen und Veränderungen am Betriebssystem wird es künftig laufend per Download geben.

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