Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mobilfunker werben mit sogenannten Ethno-Marken um Migranten

Telekommunikation Mobilfunker werben mit sogenannten Ethno-Marken um Migranten

Etwa 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund lebten 2014 in Deutschland - und viele telefonieren oft mit Familie und Freunden in der alten Heimat. Für die Mobilfunkanbieter bietet das einen interessanten Markt.

Voriger Artikel
Facebook legt Einfluss der Mitarbeiter auf Trends offen
Nächster Artikel
Urteil: WhatsApp muss deutschsprachige AGB bereitstellen

Deutschlands Mobilfunker setzen im Kampf gegen sinkende Erlöse zunehmend auch auf Migranten als Kunden.

Quelle: Daniel Bockwoldt/Illustration

Frankfurt/Main. Deutschlands Mobilfunker setzen im Kampf gegen sinkende Erlöse zunehmend auch auf Migranten als Kunden. Die im Branchenjargon Ethno-Marken genannten Anbieter wie Ay Yildiz, Turkcell oder Ortel werben mit speziellen Tarifen jeweils um eine bestimmte Zielgruppe.

Nach Angaben eines Sprechers von Telefonica Deutschland ist das ein durchaus lukratives Geschäft: Zwar sei das Budget der Kunden oft begrenzt, mobile Kommunikation habe bei vielen Menschen mit Migrationshintergrund aber einen hohen Stellenwert. Daher gäben sie im Schnitt verhältnismäßig viel Geld dafür aus.

Der Markt ist groß und wächst. Genaue Kunden- und Umsatzzahlen der sogenannten Ethno-Tarife veröffentlichen die Anbieter nicht. Das Statistische Bundesamt gibt bereits für 2014 - also vor dem großen Flüchtlingszustrom - die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland mit rund 16,4 Millionen an. Telefonica Deutschland, nach Kunden der größte Mobilfunker im Land, schätzt, dass rund ein Drittel davon Sim-Karten der Ethno-Marken nutzt.

Vor allem Prepaid-Angebote, also im Voraus bezahlte Sim-Karten, sind beliebt. Bei dem dort üblichen monatlichen Umsatz je Kunde zwischen 5 und 6 Euro schätzen Branchenkenner den Markt auf bis zu einer halben Milliarde Euro. Angesichts der gut 18 Milliarden Euro Umsatz der Netzbetreiber mit Mobilfunkdiensten im vergangenen Jahr kein übergroßer Batzen - aber doch zu groß, um ihn links liegen zu lassen, zumal die Nutzung wächst: 2014 gingen laut Bundesnetzagentur 3,7 Milliarden Sprachminuten aus deutschen Mobilfunknetzen ins Ausland - ein Plus von zwei Dritteln gegenüber 2010.

Telefonica Deutschland (O2) hat gleich mehrere der speziellen Marken im Programm und bedient durch die milliardenschwere Übernahme von E-Plus manche Zielgruppe sogar mehrfach. So zählen die auf die türkische Community ausgerichteten Ay Yildiz und Türk Telekom dazu, aber auch die auf Osteuropa spezialisierte Ortel. Die Deutsche Telekom hat den Anbieter Turkcell Europe im Programm. Marktführer bei türkischstämmigen Mobiltelefonierern ist Ay Yildiz mit von Branchenkennern geschätzten mehr als einer Million Kunden. Vodafone hat keine eigenen Ethno-Marken, kooperiert aber mit Serviceprovidern, unter anderem mit dem britischen Unternehmen Lycamobile.

Das Geschäft mit den im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen spielt im Gegensatz dazu derzeit noch keine Rolle. Flüchtlinge sind zwar in besonderer Weise auf das Mobiltelefon angewiesen, brauchen aber zunächst keine Laufzeit-Verträge. O2-Chef Thorsten Dirks sagte mit Blick auf die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres, dass der starke Flüchtlingszuzug sich bisher nicht in der Bilanz niederschlägt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr