Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Nintendo setzt Personalchef an die Konzernspitze

Computer Nintendo setzt Personalchef an die Konzernspitze

Der Tod von Nintendo-Chef Satoru Iwata vor zwei Monaten hatte die Branche überrascht und bestürzt. Nun hat das Traditionshaus einen Nachfolger bekanntgegeben.

Voriger Artikel
"Die Gefahr ist real": Auto-Hacks schrecken Branche auf
Nächster Artikel
LeFloid über Rassismus im Netz: "Nicht mehr cool, zu hetzen"

Nintendo hat einen neuen Präsidenten.

Quelle: Jan Woitas

Tokio. Der japanische Spiele-Spezialist Nintendo bekommt rund zwei Monate nach dem Tod von Branchenstar Satoru Iwata einen neuen Chef. Der 65-jährige Tatsumi Kimishima, der bisher Personalchef war, wurde am Montag zum neuen Präsidenten berufen.

Kimishima arbeitete seit den 70er Jahren zunächst über ein Vierteljahrhundert in der Banken-Branche und führte später lange das Nintendo-Geschäft in den USA.

Kimishima übernimmt die Führung des Traditionshauses in schwieriger Zeit. Die Verkäufe der Spielekonsole Wii U blieben auch im letzten Quartal deutlich hinter denen der Konkurrenten Sony (Playstation 4) und Microsoft (Xbox One) zurück. Nintendo verkaufte mit rund 10 Millionen Geräten seit November 2012 deutlich weniger als die Rivalen, die ihre neue Konsolen-Generation ein Jahr später auf den Markt branchten.

Mit der Verbreitung von Spielen für das Smartphone waren in den letzten Jahren zudem zahlreiche neue Wettbewerber hinzugekommen. Die günstigen bis kostenlosen Games machen dem Konsolen-Geschäft konkurrenz, Nintendo hielt jedoch weiter an dem Prinzip fest, Spiele nur für die eigenen Geräte zu verkaufen.

Nach langem Zögern korrigierte Iwata wenige Monate vor seinem Tod schließlich den Kurs: In den nächsten Monaten soll das erste Spiel von Nintendo für Smartphones auf den Markt kommen, bis 2017 sind fünf Games geplant.

Vor wenigen Tagen kündigte das Unternehmen an, bereits im kommenden Jahr mit Hilfe der App "Pokémon Go" die Figuren des Erfolgsklassikers in die reale Welt zu bringen. Bei der Produktion arbeitet Nintendo mit der ehemaligen Google-Tochter Niantic Labs, dem Entwickler des Augmented-Reality-Spiels Ingress, zusammen.

Iwata, der seit 2002 das Unternehmen leitete, war im Juli überraschend im Alter von 55 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Er war der erste Nintendo-Chef, der nicht zur Gründerfamilie Yamauchi gehörte und prägte die Branche unter anderem mit der Spielekonsole Wii. Mit ihr hatte Nintendo bewusst einen Kontrapunkt zu den hochgerüsteten Konsolen der Konkurrenz gesetzt - und damit erstmals neue Zielgruppen erschlossen. Die Wii U konnte an den Erfolg jedoch nicht anknüpfen.

Als Nachfolgelösung führten zunächst die Top-Manager Shigeru Miyamoto und Genyo Takeda Nintendo weiter. Miyamoto genießt als Schöpfer von Spielen wie "Super Mario", "Zelda" oder "Donkey Kong" ebenfalls den Status einer Legende. Nintendo wird nun jedoch der weniger bekannte Kimishima an der Spitze führen.

Kimishima war mehr als 25 Jahre bei der Nintendo nahestehenden Sanwa Bank in Osaka tätig, bis er 2000 zu dem Spielehersteller wechselte und zunächst die Verantwortung für die Vermarktung der Pokémon-Charaktere übernahm. Danach leitete er knapp sieben Jahre das Geschäft von Nintendo in den USA. Seit Juni 2014 war er Personalchef.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr