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Pebble startet neue Gerätekategorie mit kleinem UMTS-Modem

Computer Pebble startet neue Gerätekategorie mit kleinem UMTS-Modem

Die mit Hilfe von Internet-Nutzern finanzierte Computer-Uhr von Pebble war eine der ersten auf dem Markt. Inzwischen sind viele starke Wettbewerber ein das Geschäft eingerückt. Pebble will nun mit einem Mini-Modem für unterwegs wieder Neuland betreten.

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Das kleine rechteckige UMTS-Mobilfunkgerät von Pebble wurde für Läufer entwickelt, damit sie beim Training ihr Smartphone zuhause lassen können.

Quelle: Christoph Dernbach/

Redwood City. Der Smartwatch-Vorreiter Pebble will mit einem neuen Gadget das Smartphone in einigen Situationen verzichtbar machen. Das kleine rechteckige Pebble Core enthält ein UMTS-Modem und einen GPS-Chip zur Positionserkennung.

Läufer könnten beispielsweise damit ihr Telefon beim Joggen zuhause lassen, sagte Pebble-Manager Benjamin Bryant der Deutschen Presse-Agentur. Das Gerät hat auch zwei programmierbare Tasten, mit denen Funktionen wie ein Notruf oder eine Taxi-Bestellung zum aktuellen Ort ausgelöst werden können.

Pebble Core könnte im Prinzip auch als Funk-Modem für eine via Bluetooth angeschlossene Computer-Uhr oder andere tragbare Technik wie smarte Textilien mit Sensoren eingesetzt werden. Dank der Netz-Verbindung wären technisch auch Gespräche über Internet möglich. Damit könnte Pebble die Tür für eine neue Gerätekategorie öffnen, die anstelle des Smartphones die sogenannten Wearables ins Internet bringt.

Pebble Core spielt Musik von Streaming-Diensten wie Spotify ab, kann Sprachnotizen speichern und wird kabellos aufgeladen. Pebble hoffe, dass das Gerät zum Grundstein für ein Ökosystem mit Apps verschiedener Anbieter werde, sagte Bryant. Er sei selbst ein Läufer und habe sich als Projektchef auf die Funktionen fokussiert, die er schon immer ohne ein Smartphone unterwegs gebraucht habe.

Das Gerät könne zum Beispiel aber auch eingesetzt werden, um den Standort eines Autos oder eines Koffers im Blick zu behalten. Pebble Core wird ab Dienstag über die Finanzierungsplattform Kickstarter für 69 Dollar angeboten und soll Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. Im regulären Handel soll der Preis auf 99 Dollar steigen.

Zugleich startet Pebble zwei neue Modelle seiner Computer-Uhr. Die Pebble 2 hat weiterhin einen E-Ink-Bildschirm, der für eine Batterie-Laufzeit von bis zu einer Woche sorgen soll, und wurde etwas dünner und leichter. Die Uhr wird für 99 Dollar angeboten - damit setzt Pebble den Preis deutlich niedriger an als bei Smartwatches üblich.

"Wir denken, dass die Entwicklung im Markt in Richtung der meistverkauften Preisklasse klassischer Uhren von 65 bis 99 Dollar geht", sagte Gründer und Chef Eric Migicovsky. Das teurere Modell Pebble Time 2 bekam unter anderem ein größeres farbiges E-Ink-Display und kostet 169 Dollar. Beide Geräte haben jetzt einen Pulsmesser eingebaut.

Pebble setzt das Finanzierungsziel für die drei Geräte bei der Crowdfunding-Plattform auf eine Million Dollar an, die schon innerhalb einer Stunde eingesammelt wurden. Die Firma finanziert sich aber schon lange nicht mehr nur über Kickstarter, sondern bekommt auch Geld von Investoren.

Das Start-up Pebble hatte vor vier Jahren bei Kickstarter über zehn Millionen Dollar für seine erste Computer-Uhr eingesammelt. Inzwischen wurde die im vergangenen Jahr gestartete Apple Watch zum Marktführer, obwohl sie zu den teuersten Smartwatches gehört. Google macht aktuell einen neuen Anlauf mit einer verbesserten Version des Betriebssystems Android Wear, das von vielen Herstellern wie Motorola, LG oder Huawei genutzt wird.

dpa

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