Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Tausendmal schneller: Fernmeldeunion nimmt Kurs auf mobile Zukunft

Telekommunikation Tausendmal schneller: Fernmeldeunion nimmt Kurs auf mobile Zukunft

Live-TV in 3D auf dem Handy, Operationen per Joystick, selbstfahrende Autos - das und noch mehr soll eine neue Mobilfunkgeneration möglich machen. Die Weltfunkkonferenz will den Weg dafür ebnen.

Voriger Artikel
HP-Aufspaltung: US-Computerdino startet in neue Ära
Nächster Artikel
Merkel: Daten sind Rohstoffe des 21. Jahrhunderts

Die in Genf versammelten Vertreter von mehr als 160 der 193 ITU-Mitgliedstaaten wollen sich bis Ende November vor allem über Frequenzbereiche und Bandbreiten verständigen,

Quelle: Fredrik von Erichsen

Genf. Blitzschnelle Datenverbindungen sollen weltweit den Mobilfunk revolutionieren und damit den Durchbruch zur Industrie der Zukunft ermöglichen.

Über die nötigen technischen Standards und Frequenzbänder beraten seit Montag mehr als 3000 IT-Spezialisten sowie Vertreter von Unternehmen und Regierungen in Genf bei der Weltfunkkonferenz der Internationalen Fernmeldunion (ITU).

"Ich bin überzeugt, dass die Konferenz dazu beitragen wird, diese Welt besser zu machen, denn Datenübertragungen mittels Funkwellen spielen eine immer größere Rolle", sagte ITU-Generalsekretär Houlin Zhao zur Eröffnung.

Die in Genf versammelten Vertreter von mehr als 160 der 193 ITU-Mitgliedstaaten wollen sich bis Ende November vor allem über Frequenzbereiche und Bandbreiten verständigen, die Mobilfunknetzen der nächsten, mittlerweile fünften Generation (5G) zur Verfügung gestellt werden sollen.

Voll einsatzfähig sollen 5G-Netze ab 2020 sein. Dann sollen nicht mehr nur E-Mails, Fotos, Musik oder Videos über mobile Netze laufen, sondern auch die gesamte Navigation für Fahrzeuge und Schiffe und das sogenannte Internet der Dinge - die Kommunikation zwischen Haushaltsgeräten, Maschinen oder Robotern. Und zwar völlig störungsfrei.

Die Netze der Zukunft sollen es zum Beispiel ermöglichen, dass ein Arzt aus der Ferne am Computer Roboterarme steuert, die chirurgische Eingriffe an Patienten vornehmen, für die es vor Ort keine Mediziner mit den nötigen Spezialkenntnissen gibt. Auch der Traum vom autonomen Autoverkehr ohne Fahrer wäre ohne 5G-Datennetze schwieriger zu verwirklichen. Dafür sind weit größere Kapazitäten und Geschwindigkeiten erforderlich als sie der heute bestmögliche Standard 4G bieten kann.

Mit der 5G-Technologie sollen Daten drastisch schneller und stabilber als bei 4G übertragen werden. In mehreren Staaten sind Forscher bereits dabei, die Grundlagen für 5G-Netze zu schaffen - darunter in Deutschland unter anderem an der Technischen Universität Dresden. Marktforscher schätzen, dass 2020 beim Start von 5G rund 25 Milliarden Geräte vernetzt sein könnten - im Vergleich zu derzeit etwa fünf Milliarden.

Das Beratungsunternehmen Boston Consulting Group schätzt, dass weltweit für die 5G-Einführung bis 2020 rund 4 Billionen Dollar investiert werden müssten (3,64 Billionen Euro). Hunderttausende Arbeitsplätze könnten dabei geschaffen werden.

Gerätehersteller ebenso wie Netzwerkbetreiber weltweit sind darauf angewiesen, dass überall möglichst die selben Frequenzbereiche verwendet werden. Eines der Haupthindernisse: In den vergangenen Jahren zugeteilte Frequenzen werden in vielen Staaten und Regionen längst recht unterschiedlich - teils auch noch gar nicht - genutzt. Hier allgemein anerkannte Standards zu vereinbaren, ist eine Hauptaufgabe der Weltfunkkonferenz.

Zu den zahlreichen weiteren Themen gehören die Verbesserung der Flugroutenüberwachung - das sogenannte Flight Tracking - und der satellitengestützten Navigation für Fahrzeuge und Schiffe ebenso wie die Bereitstellung Satellitenbilder in hoher Auflösung für die Umweltforschung. Nicht zuletzt geht es auch um die Zuteilung weiterer Frequenzen für Nothilfeaktionen bei Katastrophen und zum Schutz der Bevölkerung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Multimedia
  • Jetzt einschalten!

    Begeistern Sie Ihre Kunden mit Ihren eigenen Angeboten & Informationen auf großen Bildschirmen – spielend einfach mit der LVZ Mediabox. mehr

  • Unsere Empfehlung

    Kein Display? Kein Problem! Von 22 bis 55 Zoll - mit unseren Mediabox-Komplettsystemen bieten wir Ihnen immer die individuell passende Lösung an. mehr

  • Top Preis

    Sie besitzen bereits einen Display? Mit der LVZ Mediabox steuern Sie ihre individuelle Sendeschleife bequem über das Internet. mehr

  • Sie bestimmen das Programm

    Individuell und aktuell: Ihre Informationen, Angebote und Aktionen sowie News der LVZ und von N24 auf der LVZ Mediabox mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • In Bewegung
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2017 wieder schöne Fotos

    Die Sparkasse Leipzig sucht für ihren Kalender 2017 die 12 besten Motive aus hunderten Einsendungen. Die Entscheidung fällt in einem Voting. Hier k... mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2016

    Sport frei!, heißt es auch 2016 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr