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Zuckerberg will Image von Facebook in Deutschland polieren

Internet Zuckerberg will Image von Facebook in Deutschland polieren

Facebook möchte in Deutschland nicht alleine auf die Debatte um Hasskommentare im Netz reduziert werden. Facebook-Gründer Zuckerberg konnte bei seinem Besuch in Berlin auch andere inhaltliche Akzente setzen - kam aber an der Diskussion über "Hate-Speech" nicht vorbei.

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Sportlich: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg joggt mit Bodyguards über den Pariser Platz in Berlin.

Quelle: Paul Zinken

Berlin. Die öffentlichen Debatte um Facebook in Deutschland kennt häufig nur um zwei Themen: die ausländerfeindlichen Kommentare in dem Netzwerk und den ewigen Zankapfel Datenschutz.

Politiker stören sich daran, wie Facebook mit sogenannten Hass-Kommentaren umgeht, obwohl der Konzern inzwischen Besserung gelobt und ein größeres Team in Deutschland mit der Löschung solcher Postings beauftragt hat. Datenschützer werfen dem US-Konzern seit langem Verstöße gegen die Bestimmungen zum Schutz der Privatsphäre vor.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg kam am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch nach Berlin, um das Image des Konzerns zu korrigieren. Nach einem ausgedehnten Jogginglauf durchs Brandenburger Tor traf sich der 31 Jahre alte Konzernchef mit Kanzleramtsminister Peter Altmeier (CDU).

Eigentlich wollte er seine Zukunftsprojekte vorstellen. Doch zunächst stand noch einmal das Thema auf der Agenda, dessen inzwischen vielen Facebook-Managern überdrüssig sind.

Zuckerberg bekam auch von Altmaier zu hören, wie viel Wert die Bundesregierung darauf legt, dass Facebook härter gegen hasserfüllte Kommentare in dem Netzwerk vorgeht. Der Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel wies Zuckerberg darauf hin, dass Facebook aufgrund seiner besonderen Größe und Bedeutung eine enorme Verantwortung für die Inhalte habe, die über das Netz transportiert werden. Illegale Inhalte müssten beseitigt werden, forderte Altmaier. "Ich bin optimistisch, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen werden", betonte Altmaier.

Erst danach kam Zuckerberg dazu, auf ein Millionengeschenk für Forschungsinstitute in Deutschland und Europa hinzuweisen. Über 1,1 Millionen Euro spendet Facebook an Einrichtungen wie die TU Berlin oder das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. Damit wird beispielsweise ein Projekt am Universitätskrankenhaus Charité in Berlin gefördert, wo mit Hilfe von selbstlernenden Systemen die Erkennung Brustkrebs in Bildern von Gewebeproben verbessert werden soll.

Bei Facebook gehört die Beschäftigung mit dem Thema "Artificial Intelligence" (Künstliche Intelligenz, KI) inzwischen zum Kerngeschäft. KI-Anwendungen helfen dem Netzwerk etwa dabei, Bildinhalte zu erkennen. So können inzwischen Facebook-Algorithmen nicht nur auf Hundebildern zig verschiedene Terrier-Rassen auseinanderhalten, sondern auch die Gesichter von einzelnen Menschen erkennen. In Europa ist die Funktion wegen der datenschutzrechtlichen Bedenken auf dem alten Kontinent allerdings deaktiviert.

Ein besonders dickes "Gefällt mir"-Zeichen konnte Zuckerberg am Donnerstagabend beim Axel Springer Verlag abholen. Deutschland größter Medienkonzern hatte Zuckerberg einen neu geschaffenen Innovationspreis, den "Axel Springer Award" verliehen. Facebook habe das wichtigste Kommunikationsmittel einer neuen Generation geschaffen, begründete Springer-Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner im Vorfeld die Preisverleihung.

Beim Hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar zeigte die Charmoffensive von Zuckerberg allerdings wenig Wirkung. Er warf in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland Facebook erneut vor, sich nicht an deutsches Recht zu halten. "Facebook sammelt zu viele Daten, verfolgt seine Nutzer und besteht auf deren Klarnamen, auch wenn es gegen das Gesetz ist", sagte Caspar.

Der Datenschützer ist in Deutschland zuständig für Facebook, da das Unternehmen seine Deutschlandzentrale in Hamburg hat. Er bedauerte, dass auch bei dem Berlin-Besuch Zuckerbergs nicht über Datenschutz gesprochen werden solle.

dpa

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