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Panorama 101-Jährige verlässt ihr Dorf zum ersten Mal
Nachrichten Panorama 101-Jährige verlässt ihr Dorf zum ersten Mal
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16:36 02.11.2016
Nach den schweren Erdbeben in Mittelitalien stehen viele der historischen Dörfer Südöstlich von Perugia in Trümmern. Mehr als 22.000 Menschen wurden Evakuiert.
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Rom

Anna Rocco di Paolo kennt sie, die schweren Erdstöße, die immer wieder ihre Region erschüttern. Sie selbst sei in einem Zelt geboren, nachdem im Jahr 1915 ein Erdbeben 30.000 Menschen das Leben kostete und das Haus ihrer Eltern unbewohnbar gemacht hätte, erzählte die rüstige 101-Jährige der Zeitung „Corriere della Sera“. Damals befand sich Italien im Ersten Weltkrieg.

Jetzt ist die Frau in einer Notunterkunft an der Adria-Küste untergebracht, etwa 80 Kilometer von ihrem Dorf entfernt. Zum ersten Mal habe sie aufs Meer blicken können, erzählt Di Paolo.

„Wann kehren wir nach Hause zurück?“

Das Erdbeben der Stärke 6,5 am Sonntag habe sie fast aus dem Bett fallen lassen, heißt es in dem Bericht. Ihre Pflegerin habe sie beruhigt und nach draußen gebracht, bis sie von den Einsatzkräften weggebracht worden seien. Ihr Haus in Pieve Torina hatte Anna Rocco di Paolo auch seit zwei Jahren nicht mehr verlassen.

Seit der Evakuierung ihres Dorfes stellt sie sich nur eine Frage:  „Wann kehren wir nach Hause zurück?“

Auch andere über 100-Jährige waren von dem Erdbeben betroffen. Premierminister Matteo Renzi erklärte, er habe bei seinem Besuch in dem Ort Preci nicht nur ein zwei Monate altes Baby getroffen, sondern auch die fast 103 Jahre alte Emma. „Ein Volk, eine Gemeinschaft“, schrieb Renzi in seinem Newsletter.

Von RND/dpa

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