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Panorama 15-Jähriger stellt sich nach Live-Vergewaltigung
Nachrichten Panorama 15-Jähriger stellt sich nach Live-Vergewaltigung
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13:14 04.04.2017
Mehrere Jugendliche sollen die Vergewaltigung einer 15-Jährigen bei Facebook live gestreamt haben. Quelle: AP
Chicago

Im Fall um einen live im Internet ausgestrahlten sexuellen Übergriff auf ein 15-jähriges Mädchen in den USA hat sich ein Verdächtiger freiwillig der Polizei gestellt. Der 15-Jährige sei am Montag (Ortszeit) von seiner Mutter zur Polizei gebracht worden, teilte Polizeisprecher Anthony Guglielmi in Chicago mit. Gegen den Teenager war bereits am Sonntag ein Haftbefehl erlassen worden.

Er wurde in eine Jugendhaftanstalt gebracht, wo bereits ein 14 Jahre alter Verdächtiger untergebracht ist, der am vergangenen Wochenende festgenommen wurde. Der 14-Jährige sei „einer der Täter in dem Video“ gewesen, sagte Guglielmi am Samstag. Dem minderjährigen Verdächtigen drohe eine Anklage wegen schweren kriminellen und sexuellen Übergriffs, Herstellung von Kinderpornografie und Verbreitung von Kinderpornografie. Auf einer Pressekonferenz der Polizei hieß es Montag, man wolle aufgrund der Grausamkeit nicht über den Inhalt des Videos sprechen. „Die Täter sollten sich schämen. Sie haben nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Familien erniedrigt“, mahnte der Chef der Behörde.

Vier Personen schlagen geistig behinderten Mann

Die Tat war live im sozialen Netzwerk Facebook ausgestrahlt und von etwa 40 Personen gesehen worden. Keiner der Zuschauer meldete den Vorfall den Behörden. Nach Polizeiangaben waren an dem Übergriff fünf bis sechs Jungen oder Männer beteiligt. Das Mädchen sei schwer traumatisiert und es habe einige Zeit in Anspruch genommen, bis die 15-Jährige über das Geschehene sprechen konnte, hieß es auf der Pressekonferenz weiter.

Es war das zweite Mal innerhalb weniger Monate, dass die Chicagoer Polizei wegen eines mutmaßlichen Angriffs ermittelte, der live bei Facebook ausgestrahlt wurde. Im Januar wurden vier Personen festgenommen, nachdem in einem Video zu sehen war, wie sie einen geistig behinderten Mann schlugen.

Von RND/AP/are