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Panorama 32-Jähriger rast absichtlich in Menschenmenge
Nachrichten Panorama 32-Jähriger rast absichtlich in Menschenmenge
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13:07 21.12.2017
Mit diesem Wagen fuhr der Mann in die Fußgängermenge. Quelle: AP
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Melbourne

Mitten im Berufsverkehr ist ein Autofahrer in der australischen Großstadt Melbourne in eine Menschenmenge gerast und hat 19 Personen verletzt, vier davon sind noch in Lebensgefahr. Ein Kind im Vorschulalter habe schwere Kopfverletzungen erlitten, berichteten Rettungsdienste. Der Mann sei mit Absicht in die Fußgänger in der Innenstadt nahe dem Bahnhof Flinders Street gefahren, sein Motiv sei aber noch unklar, sagte ein Polizeisprecher. Der Fahrer und ein weiterer Mann seien festgenommen worden. Ob der Vorfall als Terrorakt eingestuft wird, blieb zunächst offen.

32-Jähriger war wegen psychischer Erkrankung in Behandlung

Bei dem 32-jährigen Fahrer soll es sich laut Polizeiangaben um einen australischen Staatsbürger mit afghanischen Wurzeln handeln. Er war polizeibekannt und in der Vergangenheit durch Drogenkonsum aufgefallen. Außerdem sei er wegen einer psychischen Erkrankung in Behandlung gewesen. Es seien keine Verbindungen zum Terrorismus bekannt.

Der zweite Festgenommene soll an der Kreuzung mit einem Rucksack unterwegs gewesen sein, in dem die Beamten mehrere Messer fanden. Der Mann wird derzeit noch befragt, es ist aber unklar, ob er etwas mit der Tat zu tun hat.

Augenzeugen sagten dem Sender Sky News Australia, das Auto habe am Nachmittag (Ortszeit) an der belebten Flinders Street eine rote Ampel überfahren, beschleunigt und sei in die Passanten gerast, als diese gerade den größten Zebrastreifen in Richtung der Bahnstation überquerten. Der Wagen soll mit hohem Tempo von etwa 100 Kilometer pro Stunde unterwegs gewesen sein. „Es (das Auto) hat jeden niedergemäht. Menschen sind überall hingeflohen“, sagte eine Augenzeugin dem Radiokanal 3AW. Sky berichtete, das Auto sei gegen einen Poller vor der Haltestelle geprallt.

Der Tatort in der Flinders Street in Melbourne (Australien). Quelle: Uncredited/Australian Broadcasting Corp./dpa

Die Polizei des Bundesstaats Victoria forderte die Anwohner auf Twitter auf, die Ermittlungen zu unterstützen und Foto- oder Videomaterial vom Tathergang zur Verfügung zu stellen.

Der australische Premierminister Malcom Turnbull schrieb auf Twitter, seine Gedanken sind bei den Opfern und Ersthelfern.

Der Vorfall ähnelt einem anderen vom Januar, als ein Fahrer am selben Ort zu einer Fahrt ansetzte und in einer Fußgängerzone in Passanten raste. Sechs Menschen starben, 30 wurden verletzt. Dem Fahrer wird sechsfacher Mord vorgeworfen. Der Vorfall vom Januar wird nicht als Terrorakt behandelt.

Von ang/RND/dpa

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