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Panorama Amokläufer von Zürich tötete vorher einen Bekannten
Nachrichten Panorama Amokläufer von Zürich tötete vorher einen Bekannten
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17:14 20.12.2016
Großeinsatz der Polizei in Zürich. Ein Mann hatte am Montag in einem islamischen Gebetszentrum um sich geschossen. Quelle: dpa
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Zürich

Nach dem Überfall auf ein islamisches Gebetszentrum in Zürich hat die Polizei den Täter identifiziert. Seine Leiche fanden die Ermittler unweit vom Tatort. Es soll sich um einen 24-jährigen Schweizer mit ghanaischen Wurzeln handeln, der sich nach dem Angriff das Leben genommen habe, teilte die Polizei am Dienstag mit. Er hatte demnach bereits am Sonntag einen Mann auf einem Spielplatz ermordet.

Täter interessierte sich für Okkultismus

Bei dem Angriff auf das Islamische Zentrum Zürich waren am Montagabend drei Männer im Alter von 30, 35 und 56 Jahren teils schwer verletzt worden. Der 24-Jährige, den die Ermittler für den Täter halten, war am frühen Abend mit dunkler Kleidung und einer Wollmütze in das Gebetszentrum in der Nähe des Zürcher Bahnhofs gekommen und hatte mehrere Schüsse abgefeuert, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilte.

Das Motiv für die Schüsse auf die betenden Männer ist weiter unklar. „Wir wissen es nicht“, sagte Staatsanwältin Francoise Stadelmann. Ein terroristischer Hintergrund werde zum jetzigen Zeitpunkt aber ausgeschlossen. Möglicherweise spiele Okkultismus eine Rolle. Der Mann sei bisher nur wegen eines Raddiebstahls polizeilich erfasst gewesen.

Am Sonntag fand die Polizei nicht unweit der Moschee eine Leiche. Quelle: Ennio Leanza/dpa

Nach dem Fund einer Leiche auf einem Spielsplatz nahe der Moschee am Sonntag war die Polizei auf der intensiven Suche nach dem 24-Jährigen, seine Identität war aufgrund DNA-Spuren am Montag bekannt. Das Opfer soll ein Bekannter gewesen sein.

Bei einer Hausdurchsuchung wurde der 24-Jährige aber nicht angetroffen. In der Wohnung fanden die Ermittler Hinweise darauf, dass sich der Verdächtige für Okkultismus interessierte. Wenig später erreichte die Polizei die Nachricht von den Schüssen in der Moschee.

24-Jähriger besaß einen Waffenschein

Dort hatte der Schütze im Gebetsraum eines Islamischen Zentrums auf mehrere Betende aus Somalia geschossen. Die Opfer waren am Dienstag außer Lebensgefahr.

Der 24-Jährige hatte nach Polizeiangaben am vergangenen Freitag seinen Job in einem Geschäft gekündigt. Für die Schusswaffe, die er bei dem Angriff benutzte, hatte er einen Waffenschein.

Für die somalische Gemeinde in Zürich, der mitgliederstärksten in der Schweiz, sind die Ereignisse ein Schock. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht? Wie können wir uns schützen?“, sagte der Vorstand des somalischen Kulturvereins, Bashir Gobdon.

Die Somalier suchen seit Ausbruch des Bürgerkriegs in ihrer Heimat vor rund 20 Jahren oft Schutz in der Schweiz. Zwar werden nur wenige Asylgesuche anerkannt, aber die meisten Migranten aus dem ostafrikanischen Land werden geduldet. In Schweizer Medien wird der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung von acht Millionen Menschen mit schätzungsweise 450.000 angegeben.

Von RND/dpa/afp

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