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Panorama Angriff auf Zwölfjährigen wegen Kartenspiel?
Nachrichten Panorama Angriff auf Zwölfjährigen wegen Kartenspiel?
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11:27 25.09.2016
An dieser Gesamtschule in Euskirchen war es zu der Attacke auf den Zwölfjährigen gekommen. Quelle: dpa
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Euskirchen

Ein Mitschüler soll für den Angriff auf einen lebensgefährlich verletzten Zwölfjährigen in Euskirchen verantwortlich sein. Dieser Verdacht habe sich erhärtet, nachdem man weitere Kinder befragt habe, gab die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Samstag bekannt.

„Nach dem, was wir bis jetzt aus Schilderungen erfahren haben, gehen wir nur von einem agierenden Täter aus“, sagte der Sprecher der Bonner Staatsanwaltschaft, Robin Faßbender. Dabei handele es sich um einen anderen Jungen im strafunmündigen Alter – also unter 14 Jahre. Auch wenn sich der Verdacht weiter erhärten sollte, müsste er sich für die Tat nicht vor Gericht verantworten. Es sei aber das Jugendamt eingeschaltet worden, sagte Faßbender.

War der Auslöser ein Kartenspiel?

Der Kölner „Express“ berichtet unterdessen, dass der Auslöser für die Schlägerei möglicherweise ein japanisches Kartenspiel gewesen sein soll, das derzeit unter Schülern sehr beliebt ist. Dem Bericht zufolge soll der Zwölfjährige das Spiel regelmäßig mit Mitschülern in der Schule gespielt haben. Dem mutmaßlichen Schläger habe es demnach nicht gepasst, dass das Opfer regelmäßig gewann. In der Folge sei es zu der Attacke gekommen.

Eine Lehrerin der Gesamtschule Euskirchen hatte am Donnerstag den Notarzt gerufen, weil der Zwölfjährige über Schmerzen klagte und benommen war. Wie sich herausstellte, hatte er wohl bei einer Prügelattacke lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Per Hubschrauber musste er später in eine Kölner Klinik geflogen werden. Zur Frage, ob er auch am Samstag in Lebengefahr schwebte, sagte Faßbender: „Es ist noch in intensivmedizinischer Behandlung.“

Offenbar mehrere Schüler involviert

Die Ermittler hatten zuvor mehrere Kinder im Beisein ihrer Eltern befragt. Zu weiteren Details des Falls wollten sie sich auch deshalb nicht äußern, weil sie auf weitere Zeugen hoffen. Es gebe Grund zur Annahme, dass weitere Schüler das Geschehen beobachtet haben könnten. Diese sollten nicht durch öffentliche Berichte vorher beeinflusst werden. Der Angriff habe sich auf dem Schulgelände während des Schulbetriebs ereignet, sagte Faßbender.

Hinweisen, dass Mitschüler für den Angriff verantwortlich sein könnten, waren Polizei und Staatsanwaltschaft schon kurz nach Bekanntwerden des Falls nachgegangen. Der Zwölfjährige sei zunächst ansprechbar gewesen und habe Angaben machen können. Die Gesamtschule wird nach Angaben der Kölner Bezirksregierung mittlerweile auch von einem Krisenbeauftragten beraten.

Von RND/dpa/caro

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