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Anwohner verzögern Bombenentschärfung in Koblenz

Notfälle Anwohner verzögern Bombenentschärfung in Koblenz

Die Bombenentschärfung dauerte nur eine Stunde. Weil sich aber einige Koblenzer trotz eindringlicher Warnung vor den Gefahren einer möglichen Sprengung in ihren Wohnungen verkrochen, musste auch der Schlüsseldienst anrücken.

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Bewohner eines Altenheimes müssen wegen der Bombenentschärfung in Koblenz ihre Unterkunft verlassen.

Quelle: Thomas Frey

Koblenz. Eine 1000 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Koblenz ohne Probleme entschärft worden. Die etwa 10.000 betroffenen Anwohner konnten am Sonntag erst nach mehreren Stunden wieder zurück in ihre Wohnungen und Häuser.

Einige Koblenzer hatten sich zuvor nach Angaben der Feuerwehr geweigert, ihre Wohnungen zu verlassen - das hatte die Entschärfung verzögert. Elf Türen mussten durch Schlüsseldienst und Feuerwehr geöffnet und die Menschen unter Zwang aus ihren vier Wänden geholt werden.

Mit der Entschärfung des Sprengkörpers waren die Experten des Kampfmittelräumdienst eine Stunde im Einsatz, da der Sprengkörper mit Kopf- und Bodenzünder in einem sehr schlechten Zustand war. Die Aktion sei aber bis auf kleinere Schwierigkeiten nach Plan gelaufen, erklärte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes, Host Lenz. 800 Einsatzkräfte waren vor Ort, unter anderem von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und der Stadt.

Die Evakuierung hatte bereits um 7.00 Uhr am Morgen begonnen. Die betroffenen Bürger wurden per Lautsprecherdurchsage aufgefordert, den Evakuierungsbereich bis spätestens 9.00 Uhr zu verlassen. Auch 200 Senioren aus einem Alten- und Pflegeheim waren betroffen. Seit dem Morgen kontrollierten Sicherheitsleute den etwa 750 Meter großen Radius um den Fundort des 1000 Kilogramm schweren Blindgängers.

Die amerikanische Fliederbombe war am Donnerstag bei Bauarbeiten gefunden worden. Während der Entschärfung musste der Schiffsverkehr auf der Mosel ruhen, auch der Straßen- und Bahnverkehr wurde eingeschränkt.

dpa

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