Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Panorama Camperin vergewaltigt: DNA-Abgleich erhärtet Tatverdacht
Nachrichten Panorama Camperin vergewaltigt: DNA-Abgleich erhärtet Tatverdacht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:35 09.04.2017
Eine Frau hatte mit ihrem Freund auf einer Wiese in der Siegaue gezeltet, als sie von einem 31-Jährigen überfallen, bedroht und vergewaltigt worden sein soll. Quelle: Volker Lannert
Anzeige
Bonn/Stuttgart 

Der 31-Jährige soll am vergangenen Wochenende ein junges Paar beim Zelten in der Bonner Siegaue überfallen und die 23-jährige Frau vergewaltigt haben. Nach einer öffentlichen Fahndung wurde der Mann am Sonnabend von Passanten gesehen. Sie alarmierten die Polizei. Als diese eintraf, versuchte der Mann wegzurennen, wurde aber schnell gestellt.

„Wir sind optimistisch, dass wir den Richtigen haben“, hatte Polizeisprecher Robert Scholten anschließend gesagt. Am Sonntag erhärtete ein DNA-Abgleich den Tatverdacht: Wissenschaftler des Landeskriminalamtes hätten eine Übereinstimmung der am Tatort gesicherten Spuren mit dem Genmaterial des Verdächtigen festgestellt. Der 31-Jährige solle noch am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Bonn mit.

Tatverdächtiger schweigt bisher

Es handele sich um einen 31-jährigen aus Ghana, der zuvor mit einem Phantombild gesucht worden war. Er habe die Tat bislang nicht eingeräumt. Der Mann war laut Polizei am Samstag rund einen Kilometer vom Tatort entfernt am Beueler Rheinufer festgenommen worden. Der Mann aus dem Raum Siegburg soll am Wochenende zuvor in der Bonner Siegaue ein junges Paar beim Zelten überfallen und die 23-jährige Frau vergewaltigt haben.

Der 31-Jährige war den Passanten am Sonnabend aufgefallen, weil er Ähnlichkeiten mit dem auf dem Phantombild gesuchten Mann hatte. Nach dem Zugriff sahen sich die Fahnder den Rucksack des Tatverdächtigen genauer an. Nach ihrer Einschätzung ist es wahrscheinlich der Rucksack, der Teilnehmern einer Grillparty in der Nähe des Tatorts gestohlen worden war, genauso wie die Astsäge. Diese Säge hatte die Polizei ganz in der Nähe des Tatorts gefunden. Auch wenn der letzte Nachweis noch ausstehe, dass die Säge auch Tatwaffe sei, spreche im Gesamtzusammenhang vieles dafür, sagte Scholten.

Die Polizei hatte aufwendig nach dem Täter gefahndet, auch mit Phantombild. Rund 250 Hinweise aus der Bevölkerung waren eingegangen.

Von dpa/RND/wer

Anzeige