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Das erste Friedensmanifest des Ersten Weltkriegs stand in der LVZ

Vor 100 Jahren Das erste Friedensmanifest des Ersten Weltkriegs stand in der LVZ

Am 19. Juni vor 100 Jahren – mitten im Ersten Weltkrieg – veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung einen Friedensappell. Der Text löste deutschlandweit Wirbel aus. „Einerseits galt es damals als aufsehenerregend, öffentlich an der Kriegspolitik zu zweifeln. Andererseits trafen die Worte über die Grausamkeit des Kriegs bei vielen Menschen auf Zustimmung.“

Deutscher Soldat in einem Schützengraben des Ersten Weltkriegs (Archiv)

Quelle: dpa

Leipzig. Es war ein historischer Moment: Am 19. Juni vor 100 Jahren – mitten im Ersten Weltkrieg (1914–1918) – veröffentlichte die Leipziger Volkszeitung einen Friedensappell. Der Text unter der Überschrift „Das Gebot der Stunde“ löste deutschlandweit Wirbel aus. „Einerseits galt es damals als aufsehenerregend, öffentlich an der Kriegspolitik des Kaiserreiches zu zweifeln. Andererseits trafen die mahnenden Worte über die Grausamkeit des Konfliktes bei vielen Menschen auf Zustimmung“, sagt Historiker Mike Schmeitzner vom Dresdner Hannah-Arendt-Institut.

Doch das damalige SPD-Blatt LVZ, das zu den am meisten beachteten Zeitungen im Land zählte, trotzte am 19. Juni 1915 der Militärzensur und druckte exklusiv den Aufruf von drei führenden Köpfen der Partei, die einen Kurswechsel ihrer Genossen forderten.

„Es handelt sich um das erste bedeutende deutsche Friedensmanifest im Ersten Weltkrieg“, erläutert Schmeitzner. Mit Hugo Haase (1863–1919) hatte einer der wichtigsten Sozialdemokraten unterschrieben. Er war Ko-Vorsitzender der Partei und der Reichstagsfraktion und gehörte ebenso wie Cheftheoretiker Karl Kautsky (1854–1938) zum marxistischen Zentrum der SPD. Dritter im Bunde war ein Vertreter des rechten Flügels: Vordenker Eduard Bernstein (1850–1932).

Die Original-Aufrufe der Leipziger Volkszeitung finden Sie hier zum Download:

(Quelle: Stadtarchiv)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Freitagsausgabe der Leipziger Volkszeitung oder im E-Paper der LVZ.

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