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Panorama Deutsche bekommen neue Reisepässe
Nachrichten Panorama Deutsche bekommen neue Reisepässe
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16:54 23.02.2017
Farbenfroh und fälschungssicher: der neue deutsche Reisepass. Quelle: dpa
Berlin

„Der neue deutsche Reisepass schützt zuverlässig vor Fälschungen, vor Missbrauch“, sagte er in Berlin. „Und er ermöglicht allen Passinhabern eine schnelle Identifizierung auch in der ganzen Welt.“ Der neue Reisepass soll ab dem 1. März ausgegeben werden. Wer schon einen Reisepass hat, muss deshalb aber keinen neuen beantragen: „Alle aktuellen Reisepässe behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablauf des jeweiligen, auf der Passkarte angegebenen Gültigkeitsdatums“, erklärt das Bundesinnenministerium auf seiner Internetseite. „Wer einen gültigen Reisepass besitzt, kann diesen daher ohne Einschränkungen weiternutzen.“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière zeigt den neuen Reisepass, der etwas kleiner als sein Vorgänger ist. Quelle: dpa

Der neue Pass hat ein neues Design und ist etwas kleiner als der bisherige. Zu den neuen Sicherheitsmerkmalen zählt unter anderem ein holographisches Lichtbild neben dem eigentlichen Foto. Der Einsatz neuer Materialen soll den Pass nutzerfreundlicher machen.

Gebühr wird um einen Euro erhöht

Für den Reisepass wird eine Gebühr erhoben: Sie lag bisher bei 59 Euro und wird zum 1. März auf 60 Euro erhöht. Wer das 24.Lebensjahr noch nicht vollendet hat, zahlt weiterhin nur 37,50 Euro. Damit bleibe die Gebühr „nahezu stabil“, trotz neuer Sicherheitsmerkmalen und Materialien, schreibt das Bundesinnenministerium auf seiner Internetseite.

Fragen und Antworten zum Reisepass

Wo beantragt man einen Reisepass?

Der Reisepass wird im Bürgeramt am Wohnort (Hauptwohnsitz) beantragt. Welche Dokumente dafür erforderlich sind, können Antragsteller auf der Internetseite des Bürgeramtes erfahren.

Welche Gebühr wird für den Reisepass erhoben?

Für den Reisepass mit 32 Seiten wird eine Gebühr von 60,00 Euro erhoben. Personen, die 24 Jahre alt oder jünger sind, zahlen 37,50 Euro. Soll der Reisepass mehr Seiten haben (48 statt 32) oder kurzfristig ausgefertigt werden, sind die Gebühren höher.

Was kann man tun, wenn man kurzfristig einen Reisepass braucht?

Dann kann man den Reisepass im Bürgeramt im Expressverfahren beantragen. Geht der Antrag bis 12 Uhr beim Passproduzenten ein, liege der Reisepass in der Regel am darauffolgenden dritten Werktag im Bürgeramt abholbereit vor, erklärt das Bundesinnenministerium. Für das Expressverfahren wird ein Zuschlag erhoben: Die Gebühr liegt dann bei 92 Euro für Personen, die 25 Jahre oder älter sind.Jüngere zahlen 69,50 Euro (Gebühr gilt für Reisepass mit 32 Seiten).

Was kann man machen, wenn man den Reisepass sofort braucht?

Das Bürgeramt kann einen vorläufigen Reisepass ausstellen. Es kann aber sein, dass der Antragsteller nachweisen muss, dass er das Ausweisdokument tatsächlich kurzfristig braucht – zum Beispiel mit einem Flugticket. Dieser vorläufige Reisepass ist maximal ein Jahr lang gültig – er werde von den meisten Ländern anerkannt, erklärt das Bundesinnenministerium. In einigen Ländern (wie den USA) sei aber zusätzlich ein Visum notwendig, wenn kein Reisepass mit einem Chip vorhanden sei. Auch für den vorläufigen Reisepass wird eine Gebühr erhoben: Sie liegt bei 26 Euro.

Wie lange kann ich meinen alten Reisepass noch nutzen?

„Alle Reisepässe behalten ihre Gültigkeit bis zum jeweils angegebenen Datum“, versichert das Bundesinnenministerium. „Es ist grundsätzlich nicht erforderlich, vorzeitig einen neuen Reisepass zu beantragen.“

Von dpa/RND/wer