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Dieter Wedel wehrt sich gegen Sex-Vorwürfe

Regisseur Dieter Wedel wehrt sich gegen Sex-Vorwürfe

Diese Vorwürfe gegen Dieter Wedel wiegen schwer: Drei Frauen beschuldigen ihn im „Zeit-Magazin“, sie zum Sex gezwungen oder angegangen zu haben. Der Regisseur widerspricht nun über seinen Anwalt: Die Anschuldigungen seien nicht zutreffend.

Festspiel-Intendant und Regisseur Dieter Wedel.

Quelle: dpa

Hamburg/Bad Hersfeld. Der Regisseur Dieter Wedel (75) hat Aussagen von Frauen widersprochen, die ihm gewalttätige und sexuelle Übergriffe in den 1990er Jahren vorwerfen. In einem Bericht des „Zeit-Magazins“ kommen teils namentlich genannte Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen erheben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel habe vor Erscheinen des Berichts „eine umfassende eidesstattliche Erklärung zu den schweren Anschuldigungen abgegeben“, teilte sein Anwalt Michael Philippi am Mittwoch mit.

„Darin versichert er, dass die offenbar von mehreren Schauspielerinnen gegen ihn erhobenen Vorwürfe unzutreffend und nicht gerechtfertigt sind. Er habe zu keinem Zeitpunkt diesen oder anderen Frauen in irgendeiner Form Gewalt angetan“, heißt es in der Mitteilung des Anwalts, die die Bad Hersfelder Festspiele auf ihrer Webseite veröffentlichten. Wedel ist derzeit Intendant der Festspiele.

Der Anwalt kündigt weitere juristische Schritte an

Eine der Schauspielerinnen schildert im „Zeit-Magazin“, Wedel habe sie 1996 in einem Hotel zum Sex gezwungen, als sie 27 Jahre alt war. Eine weitere namentlich genannte Schauspielerin beschreibt, wie Wedel sie 1991 gewaltsam in einem Hotelzimmer angegangen habe. Die Schauspielerin Corinna Harfouch wird als nicht selbst Betroffene mit den Worten zitiert: „Viele haben gewusst, dass Wedel Schauspielerinnen schlecht behandelt und demütigt. Das war ein von allen gestütztes System.“ Zudem kommen ehemalige Mitarbeiter von Wedel und Personen aus dem Umfeld der Frauen zu Wort, deren Aussagen die Anschuldigungen stützen sollen.

Wedel geht gegen die mehrere Seiten lange Veröffentlichung im „Zeit-Magazin“ und die Online-Version vor. „Mein Mandant wird sich gegen diese Veröffentlichung mit allen juristisch zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr setzen“, sagte Rechtsanwalt Philippi. Wedel sei mit den „Verdächtigungen“ einem „massiven öffentlichen Pranger ausgesetzt“.

Im „Zeit-Magazin“ wird Wedel selbst mit den Worten zitiert, dass er „ein überbordendes, manchmal auch grenzüberschreitendes Temperament“ habe und dabei „vermutlich auch oft Schauspieler und Schauspielerinnen in ihrem Stolz und Selbstwertgefühl verletzt“ habe. In der Stellungnahme seines Anwaltes wird dazu betont, einen Zusammenhang mit den Wedel unterstellten Übergriffen habe es dabei nie gegeben.

Von dpa/RND

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