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Panorama Ein paar Promille sichern den Studienplatz
Nachrichten Panorama Ein paar Promille sichern den Studienplatz
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14:46 09.08.2017
Ist der Blick in die Studien-Aufzeichnungen klarer als der Blick ins Glas, steht dem Studien-Erfolg nur noch der Fleiß gegenüber. Quelle: dpa
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Hannover

Wer zukünftig mit ordentlich Druck auf dem Kessel in die Vorlesung schlendern möchte oder mit einer derben Fahne dem Professor seine Bachelor-Thesen präsentieren will, wird damit vermutlich auch weiterhin erfolglos bleiben. Sich aber hin und wieder mal mit den Kommilitonen einen Drink zu genehmigen, kann zum eigenen Studienerfolg beitragen. Das legt zumindest eine Studie des Dänischen Evaluations Institut EVA nahe, für die mehr als 14.000 Studenten zwischen Oktober 2016 und März 2017 befragt wurden.

Demnach bringen Studenten ihr Studium nämlich häufiger zu Ende, wenn sie Alkohol trinken. Ist das nicht ein Scheinzusammenhang? Natürlich. Denn entscheidend für den Effekt ist nicht der Alkohol, sondern das gesellige Beisammensein.

Bei Eigenbrötlern sinkt die Motivation zum Durchhalten

Wer gerade zum Studienstart nie auf Uni-Feten auftaucht, verliert den Kontakt zu den Kommilitonen. Dadurch sinke auch die Motivation, beim Studium durchzuhalten, so die Forscher.

Ein Freifahrtschein für den Vollrausch ist die Studie nicht, denn sie zeigt auch: Wer ständig zu viel trinkt, verkatert ist oder sogar betrunken in die Vorlesung geht, kann keine guten Leistungen abliefern und läuft Gefahr, das Studium vorzeitig abbrechen zu müssen. Die geringste Abbruchquote haben demnach die moderaten Trinker.

Das Beste ist also: abstinent bleiben und trotzdem feiern. Sollte man dennoch die komplexen Ausführungen der Betriebswirtschaftslehre nach einem kleinen Glas Schnaps besser als vorher verstehen, oder beim Genuss einer Flasche Wein mit den Studienfreunden über Nacht zum Sinologie-Experten mutiert sein, sollte man dafür nicht den Alkohol verantwortlich machen. Die dänischen Wissenschaftler raten zudem, Studenten mit einem Alkoholproblem Hilfe anzubieten und die Atmosphäre gerade bei Einführungsveranstaltungen so zu gestalten, dass sich auch die Nicht-Trinker wohlfühlen.

Von RND/krö

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