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Panorama Ein würdiger Abschied
Nachrichten Panorama Ein würdiger Abschied
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20:13 08.06.2018
Professionelle Tierbestattung ist ein wachsender Geschäftszweig. Rund 2500 Urnenmodelle gibt es mittlerweile, in denen die Asche eines Haustiers aufbewahrt werden kann – auch eine Hundestatue. Ein Besuch im Tierkrematorium. Quelle: iStockphoto
Badbergen

Beate Schürmann kaufte Maja wegen der Fanta-Werbung vor 14 Jahren. Da sah sie zum ersten Mal einen Boston-Terrier, wie Maja einer war. So einen wollte Schürmann – für sich und ihre Kinder. Nur war es damals fast unmöglich, an Boston-Terrier heranzukommen. Erst Jahre später würden sie zu Trendhunden werden. Dutzende Züchter rief Beate Schürmann an. Wochen später meldete sich ein Herr aus Frankfurt. Einen Welpen hätte er abzugeben, den oder keinen. Schürmann schlug zu.

Maja nannte sie ihn, und von da an wich Maja, geboren am 1. Juni 2004, später zehn Kilogramm schwer, nicht mehr von ihrer Seite. Nicht, wenn sie ins Restaurant ging; nicht, wenn sie Freunde traf; nicht, wenn sie arbeitete.

Im Büro – Beate Schürmann arbeitet im öffentlichen Dienst – hatte Maja einen Stuhl an der Heizung. Manchmal schlief Maja auch in einer Papierkiste oder auf dem Fenstersims. Wenn Fremde kamen, fragten sie: Lebt der noch? So friedlich war Maja. Manchmal, wenn die Kinder badeten und die Türe offen stand, sprang Maja ebenfalls in die Wanne und planschte mit.

Der Standardweg führt in die Tierkörperverwertung

Maja mochte, was auch alle anderen Hunde so mögen. Essen, Schlafen, Gassigehen. Wobei: Gassigehen nur, wenn es gerade nicht regnete. Wenn doch, lief Maja erst freudig raus und dann gleich wieder rückwärts zurück. Die Sonne liebte sie dafür umso mehr. Selbst als das Thermostat Ende Februar minus acht Grad zeigte, bellte Maja vor der Balkontür, um sich sonnen zu dürfen.

Sehen konnte sie da kaum noch, auch hören nicht mehr, der Rücken war gekrümmt. Trotzdem war sie lebensfroh. Bis die Anfälle anfingen, das Herz unregelmäßig schlug und die Lunge sich mit Wasser füllte. Heute lebt Maja nicht mehr.

Hätte Beate Schürmann Maja beim Tierarzt gelassen, wäre der Terrier nach dem Tod in die Tierkörperverwertung gekommen. Dort hätten sie Maja dann enthäutet, gehäckselt, verkocht und zu Mehl und Fett verarbeitet. Das Mehl würde wahrscheinlich zu Beton, das Fett zu Brennstoff werden.

Beate Schürmann fuhr 150 Kilometer von Dortmund nach Badbergen, weil sie für ihre Hündin Maja eine Feuerbestattung wollte. Die Urne mit der Asche nimmt sie mit. Quelle: Agnieszka Krus

Für Beate Schürmann kam das nicht infrage. Auch eine Erdbestattung nicht. Maja hat die Sonne geliebt, warum also sollte sie sie ins Dunkel verbannen? Die Dortmunderin entschied sich für eine dritte Möglichkeit: die Kremierung, also die Feuerbestattung. 150 Kilometer fuhr sie dafür. Von Dortmund nach Badbergen im Landkreis Osnabrück – einen Ort mit 58 Einwohnern je Quadratkilometer. Hier liegt das Kleintierkrematorium Rosengarten. Mit 40 Filialen und 150 Mitarbeitern ist es der größte Tierbestattungsdienstleister der Republik, der noch immer expandiert.

Bald, so heißt es im Unternehmen, solle kein Tierhalter weiter als 50 bis 100 Kilometer mehr fahren müssen, um eine Rosengarten-Filiale aufsuchen zu können. Wie viele Tiere das Unternehmen jährlich in seinen zwei Krematorien verbrennt, behält das Unternehmen für sich. Sicher ist, dass es Tausende sind. Die Verbrennungsöfen laufen 24 Stunden täglich, sieben Tagen die Woche. Und die Nachfrage steigt.

Die Heimtierbestattung ist ein junges Phänomen

In der gesamten Heimtierbranche wächst der Umsatz, obwohl die Zahl der Tiere auf einem relativ konstanten Niveau stagniert: Im Mittel etwa 30 Millionen Heimtiere gibt und gab es über die vergangenen zehn Jahre laut Datendienstleister statista in Deutschland. Für sie geben ihre Besitzer jährlich rund 9,1 Milliarden Euro aus. Das entspricht 0,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sowie circa 200 000 Arbeitsplätzen.

Berechnet hat das die Wirtschaftswissenschaftlerin Renate Ohr von der Universität Göttingen. 2014 untersuchte sie mit allen verfügbaren Daten die Heimtierhaltung als Wirtschaftsfaktor. 50 Prozent der Ausgaben gehen ihr zufolge auf Hunde zurück, 35 Prozent auf Katzen.

Die Heimtierbestattung mit einem Umsatz von schätzungsweise rund 40 Millionen Euro jährlich ist ein relativ junges Phänomen. Zwar gründete sich bereits 1971 das erste deutsche Kleintierbestattungsunternehmen in München, doch erst in den vergangenen zehn Jahren wurde die Tierkremierung bundesweit bekannt.

Ein Landhaus, fast mit Rosamunde-Pilcher-Charme: Das Kleintierkrematorium Badbergen. Quelle: Agnieszka Krus

Die Idee des Rosengartens entstand 1998. Da starb Senta, die Hündin von Wolfgang und Gisela Nietfeld. Im Garten setzte die Familie sie bei. Die Kinder fragten, wie denn Halter Abschied nähmen, denen eine Beerdigung im Garten unmöglich ist. Als Reaktion darauf gründete das Ehepaar das zweite Tierkrematorium, damals noch gegen großen Widerstand der Anwohner. Es gab Demonstrationen und Bürgerbewegungen. “Keine Emissionen / da, wo wir wohnen“, prangte von den orangefarbenen Bannern der Wutentbrannten.

Heute, 16 Jahre später, ist das Tierkrematorium der zweitgrößte Arbeitgeber der Umgebung. Der Widerstand hat sich in Luft aufgelöst. Auch, weil das Krematorium kaum zu riechen ist, selbst wenn die Verbrennungsöfen im Hochbetrieb laufen. Zumal das Anwesen eher an ein Landhaus in Rosamunde-Pilcher-Filmen erinnert denn an einen Ort, an dem sie Tiere verbrennen. Ein umgebauter Bauernhof, umgeben von riesigen Parkanlagen, durch die Trauernde spazieren können, während sie auf die Asche ihres Tieres warten.

Viele Halter besuchen den Tierfriedhof

Auf einem ausgehobenen Platz, etwa 20 mal vier Meter, liegt die Asche von Tieren aus Gruppenkremierungen. Unzählige Grabgestecke, Blumen und Kerzen stehen darauf.

Gatsby.

Deine Pfoten haben große Spuren in unseren Herzen hinterlassen.

Tigger.

Viel zu kurz war die gemeinsame Zeit. Doch wir sehen uns bald in der Unendlichkeit.

King.

Jeder Tag mit dir war ein Geschenk.

… heißt es auf den Gedenktafeln.

Vor allem in der Urlaubszeit nehmen die Besuche auf dem Tierfriedhof zu. Die ehemaligen Halter kommen dann nach Badbergen, diesen Ort im niedersächsischen Nichts, und besuchen noch einmal ihre Lieblinge. Ein Paar, erzählt ein Mitarbeiter, kam jedes Jahr, bestimmt achtmal in Folge.

Mit Blumen, Foto und Herz pflegt ein Besitzer das Andenken an seinen Hund. Quelle: Agnieszka Krus

Diese Bindung zeugt von der neuen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Sie ist näher geworden, vertrauter. Das zeigt sich auch bei einem Blick in Tiertrauerforen der Republik. “Auf Menschen kann sich keiner mehr verlassen, auf meine Emma war immer Verlass“, schreibt da einer. “Niemand konnte mich so verstehen wie meine Lucy“, ein anderer. Oft sind die Geschichten, die sich dort sammeln, Geschichten von Einsamkeit.

Das sagt auch Emanuel Holle, Pressesprecher des Rosengartens. Die meisten Kunden seien Familien, aber für zunehmend viele sei das Haustier der letzte Kontakt. Vor allem an eine Frau erinnere er sich. Ihr Mann kaufte ihr einen Hund, da hatte er bereits Krebs im Endstadium. “Der passt auf dich auf, wenn ich nicht mehr bin“, sagte er. Und der Hund tat es, hielt sie fit, gab ihr Bestätigung und Nähe. Als das Tier Jahre später starb, wandte sie sich an Holle und sagte: “Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich noch auf Erden soll.“

“Jeder von uns erlebt Situationen wie diese“, sagt Holle. “Und sie sind es, die ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es in unserem Beruf um Schicksalsschläge geht.“ Trotz der massenhaften Verbrennungen, trotz des Geschäfts. Zudem ist Besitz eines Haustiers Einstellungsvoraussetzung im Rosenhof. Die Mitarbeiter sollen um den emotionalen Wert von Haustieren wissen.

Der Besitz eines Haustiers ist Einstellungsvoraussetzung

Dieser Wert hält das Geschäft des Kleintierkrematoriums am Laufen. Und je größer er wird, desto größer wird das Geschäft. Noch entscheiden sich laut Schätzungen von Tierverbänden nur 5 bis 10 Prozent der Besitzer für eine Feuerbestattung. Haben sie dies jedoch getan, sagt Holle, spiele Geld keine Rolle. Eine Einzelkremierung von Tieren unter einem Kilo kostet 105 Euro und erstreckt sich bis 315 Euro für Tiere bis 100 Kilo.

Wer sein Tier auch nach dem Tod bei sich haben will, investiert diese Summen, mögen sie noch so hoch sein. Holle erzählt von einer obdachlosen Berlinerin. Um ihre Ratte einäschern zu können, bettelte sie zwei Wochen lang und aß selbst kaum noch. Andere Tierbesitzer beginnen bereits, wenn ihr Tier noch jung ist, ein Sparbuch beim Rosengarten anzulegen, um im Fall des Todes genügend Geld parat zu haben.

Zu den Kosten für die Kremierung kommen in der Regel noch diejenigen für Urne oder Aufbewahrung. Eine Glaskünstlerin in der Nähe von Badbergen bietet Glasschmuck an, in den die Tierasche eingearbeitet wird, ein Partnerunternehmen nutzt den verbliebenen Restkohlenstoff, um für rund 2000 Euro Edelsteine aus der Asche herzustellen. Außerdem bietet der Rosengarten Schmuckstücke an, in die Asche händisch eingefüllt werden kann. Einige stilvoll silbern, andere grell verziert, wieder andere klobig und demonstrativ. “Wir merken, dass sich die Wünsche der Kunden hier immer weiter individualisieren“, sagt Pressesprecher Holle.

Urnen in Herzform sind am beliebtesten

Einer Studie im Auftrag des Futtermittelherstellers Mars Petcare zufolge ist Individualisierung ein allgemeiner Trend der Heimtierhaltung. Vor allem würden Produkte beliebter, mit denen sich der Lebensstil des Herrchens auch auf das eigene Tier übertragen lasse.

Wie das aussehen kann, zeigen die USA. Hier sind kleine Boutiquen mit Gourmet- und Naturprodukten bereits gang und gäbe. Auch in Deutschland expandiert der Markt beispielsweise für vegane oder biologische Tierprodukte sowie Angebote für eine ausgewogene Gassi-Life-Balance des Tieres.

In puncto Urnen bedeutet Individualisierung eine höhere Nachfrage nach ungewöhnlichen Ausführungen. Rund 2500 sind derzeit erhältlich. Früher wählten Kunden eher das klassische Design, heute verkaufen sich zunehmend Modelle, die wie Dekoartikel scheinen. Das sind Bilderrahmen, hinter denen die Asche liegt, Marmorpyramiden, Tierstatuen oder Herzen. Herzen sind am beliebtesten.

Immer mit Rosen: Die Tiere werden aufwendig aufgebahrt, damit ein Halter Abschied nehmen kann. Quelle: Agnieszka Krus

Auch Beate Schürmann hat sich dafür entschieden, sie wählt die weiße Ausführung. Sie sitzt in einem der beiden Wartezimmer – rustikal eingerichtet, zwei Sofas, ein Sessel – und ist den Tränen näher, als ihr lieb ist. Fünf Türen weiter wird Maja bei 1000 Grad zu Asche, zuerst die Fette und wasserhaltigen Bestandteile, dann die festen. Übrig bleiben werden grobkörnige Reste, die Muschelsand ähnlich sind, 200 Gramm etwa.

Gerade hat die Dortmunderin sich von Maja verabschiedet. In einem kleinen Raum, der an eine Kapelle erinnert, wurde der Hund dazu aufgebahrt auf einem Rolltisch, der an einen Altar erinnert. In der Luft Rosenduft, an der Wand Kerzen, ein Sekretär und Tierbilder, im Hintergrund meditative Musik. Die können die Kunden alternativ nach Geschmack frei wählen. Viele spielen dann die Lieder, die sie mit den Tieren zusammen hörten – auch wenn es AC/DC war.

Denn auch die Abschiedsrituale werden individueller. Eine Jägergruppe blies dem verstorbenen Dackel den letzten “Aufbruch zur Jagd“ auf dem Horn, ein Violinen-Quartett spielte der Katze eines Ensemblemitglieds ein kurzes Konzert. Einige feiern lieber das Leben statt des Tods und werfen Konfetti, andere stoßen an, die meisten schweigen und weinen.

Masse klingt nie nach Pietät

Ist die Kremierung abgeschlossen und die Asche ausgekühlt, erfolgt die sogenannte Veredelung in einem Nebengebäude des Rosengartens. Hier stehen Ralf Berling und seine Kollegen, füllen die Asche in Urnen und machen sie versandfertig. In einer Plastikbox links von Berling stapeln sich kleine Asche-Säckchen bis über den Rand.

Fotografieren ist unerwünscht. Bilder der Massenabfertigung sehen nach Massenabfertigung aus, und das kommt nicht gut an – auch wenn an ihr nichts verwerflich ist. Auch bei Menschen ist sie die Regel. Aber Masse klingt nie nach Pietät.

Dabei wisse man genau, was man hier einpackt, sagt Berling. “Das ist etwas ganz anderes als die Arbeit in anderen Logistikzentren.“ Gerade legt er die Reste von Rany, einen Hund aus Warstein, in dessen Urne und verklebt sie. Der Plastikbeutel bleibt drum, falls die Urne mal hinfällt. Dazu gibt’s eine Rose, das Markenzeichen der Firma. Schutzpappe dazu, Paket zu, Aufkleber drauf, fertig, nächste Bestellung. Die meisten bestellen sich das kremierte Tier per Post nach Hause.

Auch in die Pakete, in denen Mitarbeiter die Urne mit der Asche des Tiers verschicken, kommt eine Blume. Quelle: Agnieszka Krus

Hinter Berling stehen meterhohe Regalreihen, in denen Urnen und weiteres Zubehör lagern, täglich kommt Nachschub. Eine Tür weiter arbeiten zwei Mitarbeiterinnen an der Verzierung der Urnen. Pfoten, Herzen und Fotoaufdrucke gehen gut. “Für immer in unserem Herzen“ ist der beliebteste Spruch. Der Rosengarten versucht, so viele Veredelungen wie möglich selbst zu machen.

Bald, sagt Holle, wird sich das Unternehmen auch Pferden annehmen müssen. Die Konkurrenz starte gerade erste Versuche. Noch fehlen allerdings die technischen Mittel. Pferde sind zu groß und schwer, um sie würdig zu transportieren. Kleintiere holt das Unternehmen in Tragen, ähnlich denen für Menschen, ab. Bei Pferden ist das unmöglich. Kommt der Abdecker, dann holt er das Pferd mit einem Greifer, grob und wenig liebevoll. Für ein Bestattungsunternehmen kommt das nicht infrage. Auch das Einfahren in den Ofen bereitet bei Tieren mit mehreren Hundert Kilo Probleme. Also wartet das Unternehmen ab, wie andere vorgehen, um dann auf den Zug aufzuspringen.

Beate Schürmann kümmert das Geschäft recht wenig, ihr geht es um Maja. Sie ist rausgegangen, in den Park – konnte nicht länger tatenlos rumsitzen. Jetzt spaziert sie im Schein der Sonne, unter der Maja noch letzte Woche so gerne lag. Gleich kann Schürmann sie abholen.

Was ist nach dem Tod eines Haustiers erlaubt?

14.12.2016, Rostock, Tierfriedhof Rostock. Foto: Frank Söllner Quelle: Frank Söllner

Darf ich mein Tier im Garten beerdigen?

Ja, allerdings nur, wenn der Garten außerhalb eines Natur- oder Wasserschutzgebiets liegt. Auch wenn dies nicht der Fall ist, gelten bestimmte Regeln. Diese können sich jedoch von Kommune zu Kommune unterscheiden. Nach dem Tod des Haustiers empfiehlt es sich daher, Kontakt mit der zuständigen Behörde aufzunehmen.

Für welche Tiere gilt das?

Eine Gartenbestattung kommt generell nur bei Kleintieren infrage und auch nur dann, wenn das Tier nicht an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben ist. Zudem ist das Gewicht ausschlaggebend. Schon bei Schäferhunden und Doggen kann es schwierig werden – auch hier sollten Einzelfälle mit der Kommunen- oder Gemeindeverwaltung besprochen werden.

Was gilt es zu beachten?

Die Grabstelle sollte mindestens ein bis zwei Meter Abstand zur Grundstücksgrenze haben. Zudem sollte das Tier mindestens 50 Zentimeter, besser noch einen Meter tief vergraben werden. Sonst werden andere Tiere darauf aufmerksam und beginnen, das Grab wieder auszubuddeln. Zudem sollte die Bestattung ausschließlich in natürlichen Materialien erfolgen, die in der Erde zerfallen, also beispielsweise einer Wolldecke, einem Handtuch oder Zeitungspapier.

Darf ich mein Tier begraben, wenn der Garten nur gemietet ist?

Dafür bedarf es einer Genehmigung des Vermieters.

Was tue ich, wenn ich keinen Garten zur Verfügung habe?

Das Bestatten von Kleintieren auf öffentlichen Plätzen ist verboten und kann mit empfindlichen Strafen von bis zu 15 000 Euro geahndet werden. Deswegen sollte eine der alternativen Möglichkeiten gewählt werden: Entweder die Kremierung oder die Bestattung auf einem Tierfriedhof. Diese gibt es jedoch meist nur in Großstädten.

Was ist, wenn ich mein Tier nicht bestatten möchte?

Kleinsttiere wie Meerschweinchen, Hamster oder Spinnen dürfen auch im Müll entsorgt werden. Je nach Kommune entweder in der Bio- oder der Restmülltonne. Alle größeren Tiere können entweder durch den kommunalen Tierverwerter abgeholt oder beim Tierarzt abgegeben werden.

Darf ich mein Tier ausstopfen lassen?

Rechtlich spricht nichts dagegen.

Kann ich zusammen mit meinem Haustier bestattet werden?

Das ist bisher nur in wenigen Friedhöfen bestimmter Städte möglich. Dazu gehören zum Beispiel Essen in Nordrhein-Westfalen, Jena in Thüringen, Görlitz in Sachsen sowie Aschersleben und Magdeburg in Sachsen-Anhalt.

hrs

Von Julius Heinrichs

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