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Ermittler sichern Daten von Egyptair-Flugschreiber

Unfälle Ermittler sichern Daten von Egyptair-Flugschreiber

Noch immer ist unklar, was zum Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer führte. Experten haben nun Daten des Flugschreibers wiederhergestellt - und auch beim Stimmenrekorder gibt es Hoffnung.

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Französische Spezialisten befreiten die Flugschreiber zunächst von Salzablagerungen. Foto: Civil Aviation Ministry

Kairo. Knapp sechs Wochen nach dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer haben französische Spezialisten Daten des beschädigten Flugdatenschreibers wiederhergestellt. Nun wollen sie auch den Stimmenrekorder reparieren, wie das Ermittlungsteam unter ägyptischer Führung am Montag mitteilte.

Die Auswertung der Speichereinheiten soll dabei helfen, die Unglücksursache zu klären. Über den Umfang und Inhalt der bislang gesicherten Daten wurde zunächst nichts bekannt.

Die stark beschädigten Speichereinheiten der zwei Flugschreiber waren nach Angaben der französischen Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA am Montag zur Reparatur in Frankreich eingetroffen. Ein Spezialschiff hatte sie geborgen. Die ägyptischen Behörden baten die französischen Spezialisten um Hilfe bei der Reparatur der Einheiten und Entfernung von Salzablagerungen. Heute sollen die Experten im Beisein der ägyptischen Ermittler versuchen, den Stimmenrekorder zu reparieren.

Der Airbus A320 war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo kurz nach dem Verlassen des griechischen Luftraums ins Mittelmeer gestürzt. An Bord waren 66 Menschen. Die Ursache des Absturzes ist bislang ungeklärt. Einen Notruf gab es nicht.

Der Stimmenrekorder hält üblicherweise Gespräche zwischen den Piloten im Cockpit und den Funkverkehr fest. Der Flugdatenschreiber zeichnet Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe und Neigungswinkel der Maschine auf. Durch das Speichern von GPS-Daten gibt er zudem Auskunft über den genauen Unglücksort.

Nach dem Absturz wurde über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies. Zuletzt war von Rauchalarm an Bord die Rede.

Die französischen Behörden haben in dem Fall ein Ermittlungsverfahren eröffnet. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt, wie eine Sprecherin am Montag bestätigte.

In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Zwischenfälle mit Flugzeugen aus Ägypten gegeben. Ende März entführte ein Mann eine Egyptair-Maschine nach Zypern. Im Oktober vergangenen Jahres war ein russischer Ferienflieger nach einer Bombenexplosion an Bord über dem Sinai abgestürzt. Zu der Tat, bei der 224 Menschen starben, bekannte sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

dpa

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