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Panorama Erpresser droht Eltern mit Tötung ihrer Kinder
Nachrichten Panorama Erpresser droht Eltern mit Tötung ihrer Kinder
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14:41 01.03.2017
In Nordrhein-Westfalen fahndet die Polizei nach einem Mann, der mehrere Familien erpresst hat – er drohte, die Kinder zu töten, wenn die Eltern nicht bezahlen. Quelle: dpa
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Aachen

Im Großraum Aachen fahndet die Polizei nach einem Erpresser, der mehreren Eltern angedroht hat, dass er ihre Kinder tötet, wenn sie ihm nicht Geld geben. Die Ermittler sprechen von mindestens 13 Fällen.

Seine Forderung habe er mit der Post verschickt, erklärte die Polizei am Mittwoch. Den Geldbetrag in fünfstelliger Höhe sollten die Eltern an einem von ihm bestimmten Ort ablegen – das war in allen 13 bisher bekannten Fällen immer derselbe. Mit einer heimlich dort installierten Kamera machten die Fahnder Fotos des mutmaßlichen Täters, mit denen sie am Mittwoch an die Öffentlichkeit gingen.

Bisher habe die Polizei den Mann nicht ermitteln können, teilte die Polizei mit – sie veröffentlichte in einer Pressemitteilung vier Bilder der Kamera. Mehrere Familien hätten eine Belohnung von insgesamt 1000 Euro für Hinweise auf den Erpresser ausgelobt, erklärten die Ermittler.

Mindestens 13 Erpressungsfälle seit Mai 2016

Keine der 13 betroffenen Familien, die der Polizei bisher bekannt sind, hat dem Erpresse den geforderten Betrag gezahlt, wie ein Polizeisprecher sagte. Für Experten des Landeskriminalamtes deutet vieles auf ein amateurhaftes Vorgehen hin. Erpresserbriefe hätten auch Eltern schon erwachsener Kinder bekommen – in einem Fall sogar ein Paar, das gar keine Kinder habe, sagte Polizeisprecher Andreas Müller. Opfer seien aber auch Familien mit kleinen Kindern.

Möglicherweise gebe es Paare, die sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet hätten. Aus dem Grund kann die Polizei nicht sagen, ob der Täter Geld erpressen konnte. Der Mann sei seit Mai 2016 im Raum Aachen, Düren und Heinsberg in Nordrhein-Westfalen aktiv. Als die Polizeikamera am 23. Januar Fotos machte, trug er einen blauen Overall und war mit einem schwarzen Roller unterwegs.

Von dpa/RND/wer

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