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Panorama Feuer stoppt Bahnverkehr auf zentraler Nord-Süd-Verbindung
Nachrichten Panorama Feuer stoppt Bahnverkehr auf zentraler Nord-Süd-Verbindung
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20:11 04.10.2015
Ein Stellwerksmitarbeiter roch den Brand, informierte die Feuerwehr und brachte sich in Sicherheit. Quelle: Feuerwehr Mühlheim an der Ruhr
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Mülheim/Ruhr

Eine der meistbefahrenen Bahnstrecken der Welt liegt nach einem Stellwerksbrand im Ruhrgebiet abschnittsweise lahm. Die Folgen des Feuers behinderten am Sonntag bundesweit den Bahnverkehr und dürften auch Pendler beim Start in die Woche ausbremsen.

Betroffen war die Hauptstrecke der Bahn zwischen Duisburg und Essen. "Das wird sicherlich morgen auch noch nicht alles glatt laufen, einiges wird sich verzögern", sagte ein Bahnsprecher am Sonntag in Berlin. Sehr viele Züge und Verbindungen seien betroffen, auch der Fernverkehr.

Das betroffene Stellwerk der Bahn liegt in Mülheim/Ruhr an der Strecke zwischen Duisburg und Essen. Dort verläuft eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen der Deutschen Bahn. Die Trasse von Köln über Düsseldorf, Duisburg und Essen nach Dortmund gilt als eine der am stärksten belasteten Schienenstrecken der Welt. Dort verkehren normalerweise mehrere S-Bahn- und Regional-Express-Linien sowie ICE- und IC-Züge.

Die Fernzüge wurden am Abend weiterhin über Gelsenkirchen umgeleitet, was Verspätungen nach sich zog. Im Regionalverkehr setzte die Bahn Busse ein, um Züge auf der gesperrten Strecke zwischen Duisburg und Essen zu ersetzen. Am Abend wurde wieder eine stündlich pendelnde S-Bahn auf der Strecke angeboten. Wie lange die Störung andauere, sei noch nicht absehbar, hieß es.

Der Brand brach nach Angaben der Feuerwehr am Sonntag um 7.40 Uhr aus. Ein Stellwerksmitarbeiter roch den Brand, informierte die Feuerwehr und brachte sich in Sicherheit. Im Stellwerk wurden Deckenverkleidungen entfernt, um an alle Brandnester zu gelangen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Am Nachmittag waren die Löscharbeiten beendet. Völlig unklar war aber noch die Brandursache. "Das ist nur das zweite Problem. Derzeit versuchen wir vor allem, möglichst viele Bahnen fahren zu lassen", sagte ein Bahnsprecher.

dpa

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