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Flugzeugabsturz in Indonesien: Mehr als 140 Opfer

Militär Flugzeugabsturz in Indonesien: Mehr als 140 Opfer

Nach dem Absturz eines Militärflugzeugs auf ein Wohngebiet in Indonesien sind mindestens 142 Leichen geborgen worden. Darunter waren nach offiziellen Angaben auch 20 Bewohner der Millionenstadt Medan auf Sumatra.

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Ein Rad der Unglücksmaschine auf einer Straße von Medan auf Sumatra. 

Quelle: Dedi Sahputra

Jakarta. Die Menschen wurden in ihren Häusern oder auf der Straße von den herabstürzenden Wrackteilen erschlagen wurden oder verbrannten.

Von den 122 Menschen an Bord der Hercules C-130 überlebte nach Armeeangaben niemand. Die Luftwaffe wurde unterdessen heftig kritisiert. Die Maschine war 51 Jahre alt und hätte nach Angaben von Experten nicht so viele Menschen an Bord haben sollen. Die Absturzursache war noch unklar.

Retter suchten zwischen Wrackteilen und eingestürzten Häusern nach weiteren Opfern. "Bei uns sind 142 Todesopfer eingeliefert worden", berichtete die Sprecherin eines Krankenhauses, das über eine Leichenhalle mit Kühlmöglichkeiten verfügt.

Die Luftwaffe nahm Ermittlungen auf. Die Maschine war am Dienstag kurz nach dem Start abgestürzt. Der Pilot hatte noch Schwierigkeiten gemeldet. Genau in dem gleichen Wohngebiet war 2005 bereits ein Flugzeug abgestürzt. Es kamen 100 Menschen an Bord und 49 am Boden ums Leben.

Die Hercules C-130 könne zwar fast 20 000 Kilogramm Fracht laden, sagte Evan Laksmana, Militärexperte beim Zentrum für Strategische und Internationale Studien in Jakarta. "Aber viele Leute glauben, dass mehr als 100 Passagiere für so eine alte Maschine zu viel sind." Es gab ehrgeizige Pläne, die gesamte Militärausrüstung zu modernisieren, aber das Wirtschaftswachstum hat sich abgekühlt, das Geld fehlt.

An Bord der Maschine waren Soldaten und Angehörige. Nach Angaben der Armee ist es üblich, dass die Familien mit Militärmaschinen transportiert werden. Das Flugzeug war am Morgen in der Hauptstadt Jakarta gestartet und wollte mehrere Stützpunkte anfliegen. Es hatte vor Medan bereits zwei Zwischenstopps eingelegt.

Über die Unglücksursache machte die Luftwaffe zunächst keine Angaben. Als Vorsichtsmaßnahme zog sie ihre verbliebenen 27 C-130 Hercules-Maschinen vorerst aus dem Verkehr. Das Flugzeug war Jahrgang 1964 - nach Angaben des Luftwaffe-Chefs kein Problem, so lange die Maschinen richtig gewartet werden. Präsident Joko Widodo versprach eine Modernisierung der Flotte.

dpa

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