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Panorama Frau im Schlaf enthauptet – Ehemann muss 13 Jahre in Haft
Nachrichten Panorama Frau im Schlaf enthauptet – Ehemann muss 13 Jahre in Haft
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16:18 29.11.2018
Der Mann, der sein rau enthauptete, muss 13 Jahre in Haft. Quelle: Volker Hartmann/dpa
Saarbrücken

Weil er seine schlafende Frau mit einer Axt getötet hat, muss ein 40-Jähriger für 13 Jahre in Haft. Das Landgericht Saarbrücken sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass er seine Frau (34) nach Eheproblemen ermordete. Der Mann habe zunehmenden Groll verspürt, der sich schließlich „in einer fürchterlichen, brutalen und mit voller Vehemenz ausgeführten Enthauptung seiner Ehefrau“ entladen habe.

Psychische Störung

Das Gericht blieb unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Freiheitsstrafe beantragt hatte. Es sei nicht auszuschließen, dass bei dem Deutschen bei der Tat im Mai in Saarbrücken eine psychische Störung vorlag, die seine Steuerungsfähigkeit erheblich gemindert habe, begründete der Vorsitzende Richter.

Der Verteidiger hatte auf einen Totschlag in einem minderschweren Fall plädiert und eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als fünf Jahren gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger sagte, er wolle sich wegen einer Revision mit seinem Mandanten beraten.

Fast wie ein Hinrichtung

Die Kammer sprach von einem „brutalen, martialischen Vorgehen“, das fast wie eine Hinrichtung aussehe – und das im Beisein einer kleinen Tochter, die im gleichen Raum geschlafen habe. Die Frau habe keine Provokation und keine Veranlassung für die Tat gegeben. Der Verurteilte habe „unsägliches Leid“ insbesondere den fünf Kindern angetan, die nun ohne Mutter aufwachsen müssten, so der Vorsitzende Richter.

Eine Gutachterin hatte dem 40-Jährigen, der nach der Tat zunächst in einer psychiatrischen Klinik untergebracht war, eine schwere depressive Phase vor dem Hintergrund einer Persönlichkeitsstruktur bescheinigt. Zu der narzisstischen Kränkung habe der schwelende, eheliche Konflikt geführt. Der Mann habe sich zudem zurückgesetzt gefühlt, nachdem seine Frau empfänglich für den Zuspruch ihres Fahrlehrers geworden sei.

Verkennen der Wirklichkeit

Das unmittelbare Handeln des Angeklagten nach der Tat deute auf ein Verkennen der Wirklichkeit hin, meinte das Gericht. So habe der Mann die Axt anschließend noch in der Dusche gesäubert, bevor er losgefahren sei, um sich eigentlich selbst töten und von einer Brücke zu springen. Wegen der Kinder habe er diesen Plan aufgegeben. Stattdessen hatte er Ermittlungen zufolge das Handy seiner Frau genommen und ihrem Fahrlehrer noch eine zynische Mitteilung geschickt mit den Worten: „Schachmatt, Arschloch.“

Von RND/dpa