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Panorama Freizeitpark friert tote Fische in Eislaufbahn ein
Nachrichten Panorama Freizeitpark friert tote Fische in Eislaufbahn ein
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15:54 28.11.2016
„Ein Gefühl des Ozeans“ sollte die neue Schlittschuhbahn im japanischen Spaceworld Park verleihen – das versprach das Unternehmen jedenfalls in seiner Werbung. Quelle: STR
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Tokio

„Über das Meer gleiten.“ Mit diesem Spruch warb ein japanischer Freizeitpark für seine neueste Attraktion. 5000 tote Fische hatte das Space World in der Stadt Kitakyushu in das Eis gefroren. Rochen, Makrelen – insgesamt 25 Fischarten waren von der Oberfläche aus zu sehen und sollten den Schlittschuhfahrern ein „Gefühl des Ozeans“ verleihen, wie es in der Werbung hieß.

Wort „Hello“ aus toten Fischen geformt

Die Fische waren so in der 250 Meter langen Eisstrecke angebracht, dass sie zusammen das Wort „Hello“ bildeten, dem die Besucher folgen konnten.

Doch die Aktion löste scharfe Kritik, statt Begeisterung aus. „Kritische Stimmen sagen, dass es nicht gut ist, Kreaturen als Spielzeug zu nutzen, und dass es Lebensmittelverschwendung ist“, sagte Koji Shibata, Sprecher des Space World-Parks. Auf der Facebook-Seite von Space World sammelten sich die Beschwerden. Viele Nutzer kritisierten die Attraktion als „sündhaft“, „unmoralisch“ oder „respektlos gegenüber Lebewesen“.

Gedenkveranstaltung zu Ehren der Fische

Die Fische waren von lokalen Märkten in den Park gebracht worden. Sie seien schon tot und für den Verzehr nicht geeignet gewesen, sagte der Unternehmenssprecher. Trotzdem sei die Eislaufbahn am Sonntag geschlossen worden. Nun werde das Eis aufgetaut, was etwa eine Woche dauern werde.

Unternehmenschef Toshimi Takeda kündigte eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Fische an, zu der auch ein Shinto-Priester eingeladen werden solle. Dies sei aber schon geplant worden, bevor die Protestwelle begonnen habe.

Von afp/RND/abr

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