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Panorama Führt die DNA zum Betonklotz-Werfer?
Nachrichten Panorama Führt die DNA zum Betonklotz-Werfer?
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10:38 08.09.2016
Auf der Suche nach den Betonklotz-Werfern, die im August eine Deutsche auf einer dänischen Autobahn getötet haben, hofft die Polizei auf DNA-Spuren. Quelle: Polizei Fünen
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Odense

Auf der Suche nach den Betonklotz-Werfern, die im August eine Deutsche auf einer dänischen Autobahn getötet haben, hofft die Polizei auf DNA-Spuren. Die Steine, die die Unbekannten von einer Autobahnbrücke auf den Wagen der Frau aus Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) geworfen hatten, würden derzeit auf genetische Fingerabdrücke untersucht, berichtete die Zeitung „Politiken“ am Donnerstag. „Wir warten noch auf eine Antwort“, sagte Ermittlungsleiter Michael Lichtenstein der Zeitung.

Die Betonblöcke hatten die Täter wahrscheinlich von einer Baustelle vor einem Einkaufszentrum gestohlen. Einer von ihnen traf das Auto der Familie, die auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub war. Die 33-Jährige war sofort tot, ihr 36 Jahre alter Mann wurde schwer verletzt. Der fünfjährige Sohn des Paars bekam nur Schrammen ab.

Die Polizei schloss nicht aus, dass es mehrere Täter waren. „Ich gehe davon aus, dass sich einer oder mehrere Erwachsene auf der Brücke befanden“, sagte Michael Lichtenstein. Außerdem hätten der oder die Täter mit Sicherheit ein Auto dabei gehabt. „Diese Steine sind so schwer, die kann man nicht einfach so unter dem Arm tragen.“ Am Tatort wurden drei weitere Betonblöcke gefunden, die offenbar ebenfalls von der Brücke geworfen worden waren.

Wenn Steine, Beton- und Holzklötze den Tod bringen

Immer wieder werfen Menschen Steine, Gullydeckel, Beton- und Holzklötze oder andere Gegenstände von Brücken auf fahrende Autos und verursachen damit schwere Unfälle. Dass dies im schlimmsten Fall sogar als Mord gewertet werden kann, zeigt ein spektakulärer Fall aus dem Jahr 2008.

  • Am Ostersonntag hatte ein Mann damals einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg geworfen. Der Klotz durchschlug die Windschutzscheibe eines Autos und tötete eine Frau vor den Augen ihres Mannes und ihrer beiden Kinder. Ein Gericht verurteilte den Täter im Mai 2009 wegen Mordes, dreifachen versuchten Mordes und vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu lebenslanger Haft.
  • Im Februar 2000 töteten drei Schüler bei Darmstadt zwei Frauen mit einem mehr als acht Kilogramm schweren Brocken und einem Pflasterstein. Das Urteil: Sieben bis achteinhalb Jahre Haft. Fünf Jahre zuvor warf ein 20-Jähriger einen 20 Kilogramm schweren Feldstein von einer Brücke in Brandenburg auf einen Lastwagen - und tötet den Beifahrer. Der Täter wurde zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt. Im August 2015 warfen Unbekannte im Osten Bayerns einen Gullydeckel auf die Autobahn, verletzt wurde niemand.

Von dpa/RND

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