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Panorama Geretteten thailändischen Jungen geht es gut – Drama um Arzt
Nachrichten Panorama Geretteten thailändischen Jungen geht es gut – Drama um Arzt
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07:46 11.07.2018
Thongchai Lertwilairatanapong (l.), Inspektor für Öffentliche Gesundheit, spricht auf einer Pressekonferenz in einem Krankenhaus. Die zwölf Spieler einer thailändischen Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer sind alle wohlauf. Quelle: dpa
Chiang Rai

Die zwölf aus einer Höhle im Norden Thailands geretteten jugendlichen Fußballspieler und ihr Trainer sind nach Aussage ihrer Ärzte physisch und psychisch wohlauf. Amtsarzt Thongchai Lertvilairattanapong hob bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Krankenhaus in Chiang Rai ihren „sehr guten mentalen Zustand“ hervor. „Das ist wahrscheinlich deshalb, weil sie die ganze Zeit gemeinsam als ein Team verbrachten, wo einer dem anderen hilft“, sagte er.

Jungen bleiben bis zu einer Woche im Krankenhaus

„Alle von ihnen sind bei guter körperlicher Gesundheit, ohne irgendein Fieber oder schwere Infektionen. Nur drei von ihnen haben leichte Lungenentzündungen“, sagte Thongchai. Die ganze Gruppe – zwölf Jungen im Alter zwischen 11 und 16 und ihr 25-jähriger Trainer – würden bis zu eine Woche im Krankenhaus bleiben, um ihre weitere Behandlung sicherzustellen.

Deshalb können die Nachwuchsfußballer auch nicht zum WM-Finale am Sonntag in Moskau reisen, zu dem sie Fifa-Präsident Gianni Infantino eingeladen hatte. Die Ärze versicherten aber, dass sie das Spiel im Fernsehen sehen könnten.

Australischer Arzt verlor kurz nach Rettung seinen Vater

Der australische Arzt Richard Harris, der nach dem Höhlendrama in Thailand als Held gefeiert wird, hat kurz nach der Rettung aller Kinder seinen Vater verloren. Täglich legte der Anästhesist aus Adelaide zuletzt den gefährlichen, vier Kilometer langen unterirdischen Weg zurück, um den Gesundheitszustand der zwölf jungen Fußballer und ihres Trainers zu untersuchen. Die Behörden bezeichneten den Beitrag des Spezialisten als „unentbehrlich“ für die Rettungsaktion. Der australische Regierungschef Malcolm Turnbull lobte den Mut der australischen und aller übrigen Rettungskräfte. „Es ist eine der heldenhaftesten und beeindruckendsten Ereignisse unserer Zeit“, sagte er. Arzt Harris habe so eine bedeutende Rolle dabei gespielt - „das ist wirklich eine Inspiration.“

Rettung in drei Etappen

Die Gruppe war am 23. Juni in der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non rund 1000 Kilometer nördlich von Bangkok unterwegs, als Wassermassen ihnen den Rückweg abschnitten. Sie wurden in drei Gruppen am Sonntag, Montag und Dienstag aus der Höhle ans Tageslicht gebracht.

Von RND/dpa