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Panorama Gericht legt Entschädigung für Prestige-Ölpest fest
Nachrichten Panorama Gericht legt Entschädigung für Prestige-Ölpest fest
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10:18 16.11.2017
Mit 77.000 Tonnen Schweröl an Bord havarierte der Tanker „Prestige“ 2002 vor der Küste Galiciens. Quelle: dpa
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A Coruña

Die Entschädigungssumme von über 1,6 Milliarden Euro müssen laut Gericht die beiden als schuldig verurteilten Parteien - Schiffskapitän Apostolos Mangouras und die Versicherung The London Steamship Owners Mutual Insurance Association - tragen. Für die Zahlung könne aber auch der Schiffseigentümer Mare Shipping INC haftbar gemacht werden, heißt es in einer Mitteilung. Den Löwenanteil dieses Betrags soll der spanische Staat erhalten, wie das zuständige Landgericht am Mittwoch im galicischen A Coruña mitteilte. Aber auch Frankreich (61 Millionen Euro) und die Region Galicien (1,8 Millionen) sollen nach dem Urteil entschädigt werden.

Unglück verursachte größte Umweltkatastrophe Spaniens

Das Urteil des Landgerichts kann von den Betroffenen beim Obersten Gericht Spaniens angefochten werden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Schadenssumme auf mehr als 4,4 Milliarden beziffert. Der Tanker „Prestige“ war am 13. November 2002 mit einer Ladung von rund 77.000 Tonnen Schweröl vor der Küste Galiciens im Sturm havariert. Einige Tage später versank das Schiff im Atlantik. Das Unglück verursachte die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte Spaniens: Die Atlantikküste des Landes wurde über Hunderte Kilometer mit giftigem Ölschlamm verseucht.

Von dpa/RND

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