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Panorama Gerissene Stromleitung Schuld an Bränden in Athen?
Nachrichten Panorama Gerissene Stromleitung Schuld an Bränden in Athen?
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12:46 26.07.2018
Eine gerissene Stromleitung könnte das Feuer in Griechenland ausgelöst haben. Quelle: AP
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Athen

Eine gerissene Stromleitung soll die verheerenden Waldbrände im Osten Athens verursacht haben. Diese Ansicht vertrat am Donnerstag der Bürgermeister der Ortschaft Penteli, die auf dem Hang eines Berges oberhalb der zerstörten Urlaubsregionen liegt.

„Ich habe eine abgerissene Leitung gesehen. Da hat alles angefangen“, sagte Dimitris Stergiou im griechischen Nachrichtensender 24/7. Aus den gerissenen Kabeln hätten Funken gesprüht.

Verheerende Waldbrände haben in Griechenland inzwischen schon mehr als 80 Menschen das Leben gekostet. Allein nahe dem Ort Rafina entdeckten Rettungskräfte 26 Leichen.

Die Feuerwehr hat bislang keine Ursache für die Brände genannt. Die Justiz hatte bereits am Vortag eine Untersuchung angeordnet. Bei den Bränden waren vergangenen Montag mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen. Weite Teile der Urlaubsdörfer Mati, Neos Voutzas und Rafina im Osten Athens wurden zerstört.

Angehörige suchen in Leichenhallen nach Vermissten

Die Suche nach potenziellen Opfern geht weiter. In den betroffenen Gebieten gehen Suchtrupps von Haus zu Haus. Die Küstenwache und freiwillige Taucher suchten das Wasser nahe der am schlimmsten betroffenen Gebiete ab.

Verzweifelte Angehörige haben in der Leichenhalle von Athen nach Vermissten gesucht. Die am Donnerstag eingetroffenen Angehörigen wurden über die zur Identifizierung notwendigen Schritte informiert. Um Vermisste mit Toten abzugleichen, würden wegen der Verbrennungen bis zur Unkenntlichkeit unter anderem DNA-Proben und zahnärztliche Befunde benötigt, hieß es.

Mehr als Tausend Häuser zerstört

Bei den verheerenden Waldbränden sind Hunderte Häuser schwer beschädigt oder vollständig zerstört worden. Nach einer ersten Bilanz haben staatliche Ingenieure 2489 Häuser kontrolliert. Davon seien 1218 (knapp 49 Prozent) unbewohnbar, berichteten der staatliche griechische Rundfunk (ERT) und die halbamtliche Nachrichtenagentur (ANA-MPA) unter Berufung auf das Infrastrukturministerium. Die Kontrollen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Tausende Häuser müssen noch geprüft werden, hieß es seitens der Kommunalbehörden der betroffenen Regionen.

Von RND/dpa

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