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Panorama Germanwings-Absturz: US-Familie verklagt Airlines
Nachrichten Panorama Germanwings-Absturz: US-Familie verklagt Airlines
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08:04 31.01.2017
Rettungskräfte an der Absturzstelle in der Nähe von Seyne-les-Alpes (Frankreich). Quelle: AP
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Washington

Als 2015 die Germanwingsmaschine mit der Flugnummer 4U9525 in den französischen Alpen abstürzte, starben 150 Menschen, unter ihnen Yvonne und ihre Tochter Emily Selke. Die Frauen waren damals die einzigen amerikanischen Opfer.

Ihre Angehörigen haben jetzt Klage gegen Lufthansa, Germanwings und die Airline United eingereicht. Sie beschuldigen die Fluggesellschaften der widerrechtlichen Tötung. Die Klage wurde am Montag vor einem Bezirksgericht in Virgina eingebracht.

Vorwurf: Airlines handelten fahrlässig

In der Klage wird argumentiert, die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaft hätten fahrlässig gehandelt, weil die Richtlinien der Fluggesellschaften nicht vorsehen, dass zu jeder Zeit zwei Crewmitglieder im Cockpit der Maschine sitzen müssen. Für US-Fluglinien ist dies seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verpflichtend.

Neben Germanwings und Lufthansa richtet sich die Klage auch gegen United, weil diese die entsprechenden Flugtickets an die Opfer verkauft hat. Die Unternehmen haben ein Abkommen, mit dem Flüge der jeweils anderen Gesellschaften gebucht werden können.

United kündigte an, sich zu verteidigen. Lufthansa reagierte zunächst nicht auf die Anfrage. Am 24. März 2015 hatte Co-Pilot Andreas Lubitz den zweiten Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt, die Türen verriegelt und die Maschine gegen eine Bergwand gesteuert.

Weitere Berichte zum Absturz 2015 finden Sie hier.

Von ap/RND

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