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Panorama Getötete Journalistin: Polizei sucht nach weiteren Leichenteilen
Nachrichten Panorama Getötete Journalistin: Polizei sucht nach weiteren Leichenteilen
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12:56 24.08.2017
Die schwedische Journalistin Kim Wall, die eine Reportage über einen dänischen U-Boot-Bauer schreiben wollte, ist tot. Ihre Leiche wurde grausig zerstückelt. Quelle: ap/dpa
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Kopenhagen

Die Polizei in Kopenhagen hat am Donnerstag die Suche nach weiteren Leichenteilen der getöteten schwedischen Journalistin fortgesetzt. Der Einsatz konzentriere sich auf das Gebiet südlich der Insel Amager, wo am Montag der Torso der 30-Jährigen angespült worden war, sagte Jens Møller Jensen von der Kopenhagener Polizei laut Medienberichten.

Außerdem suche man nach der Kleidung von Kim Wall - einer orangefarbenen Bluse, einem schwarz-weiß geblümten Rock und weißen Schuhen. Die 30-Jährige war das letzte Mal gesehen worden, als sie am 10. August an Bord eines U-Bootes des dänischen Ingenieurs Peter Madsen ging.

Trauer in Schweden und New York

Madsen sitzt wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung in Untersuchungshaft. Am Mittwoch hatte die Polizei bestätigt, dass es sich bei dem Opfer um die vermisste schwedischen Journalistin Wall handelt.

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Das Bild zeigt das Auslaufen der „Nautilus“ aus dem Hafen von Kopenhagen. An Bord. Peter Madsen und Kim Wall. Es ist das letzte Foto, das die Journalistin lebend zeigt.

In Schweden haben die Einwohner von Trelleborg, dem Wohnort der Familie Wall, am Mittwochabend der Toten gedacht. Am Östra Strand versammelten sich der Zeitung „Aftonbladet“ zufolge Hunderte Menschen und formten mit Kerzen ein Herz.

In New York waren Studienfreunde spontan zusammengekommen. Auf dem Campus der Graduate School of Journalism der Columbia Universität, wo Wall studiert hatte, zündeten sie Kerzen an.

In Dänemark soll am kommenden Donnerstagabend in Ishøj an der Køge Bucht, wo die junge Frau verschwunden war, ein Fackelzug stattfinden.

Trauer um Kim Wall in New York. Quelle: dpa

Der Fall Kim Wall

Die schwedische Journalistin Kim Wall will eine Reportage über den dänischen U-Boot-Bauer Peter Madsen schreiben und verschwindet spurlos. Dann taucht ihre Leiche auf. Ein Rückblick:

10. August: Die 30-Jährige geht in Kopenhagen an Bord des U-Boots und wird auf See letztmals lebend gesehen. Als sich Wall in der Nacht nicht bei ihrem Freund meldet, alarmiert dieser die Seenotrettung.

11. August: Vor Kopenhagen sinkt die „UC3 Nautilus“ - angeblich wegen technischer Probleme. Angler retten Madsen. Der 46-Jährige soll der Polizei gesagt haben, er habe Wall im Kopenhagener Hafengebiet an Land gesetzt. Er wird festgenommen. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung.

12. August: Madsen kommt in Untersuchungshaft.

13. August: Ermittler finden in der tags zuvor gehobenen „Nautilus“ Anzeichen dafür, dass das U-Boot absichtlich versenkt wurde.

16. August: Die Staatsanwaltschaft verschärft den Vorwurf gegen Madsen: Es wird nun wegen schwerer fahrlässiger Tötung ermittelt.

21. August: Die Polizei gibt bekannt, Madsen habe erklärt, Wall sei durch ein Unglück an Bord ums Leben gekommen. Er habe ihre Leiche ins Wasser geworfen. Am Nachmittag wird in der Ostsee ein Torso gefunden.

23. August: Ein DNA-Vergleich zeigt: Bei dem Torso handelt es sich um die Journalistin. Spuren im U-Boot stimmen mit ihrem Blut überein.

Von dpa/RND/zys

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