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Panorama Gießener Hells-Angels-Präsident erschossen
Nachrichten Panorama Gießener Hells-Angels-Präsident erschossen
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13:58 07.10.2016
Der Präsident des Gießener Hells Angels, Aygün Mucuk, ist tot.  Quelle: dpa
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Wettenberg

 Eine Anwohnerin fand den Mann am Freitagmorgen tot vor dem Clubheim der Rocker im mittelhessischen Wettenberg, wie die Polizei in Gießen mitteilte. Der 45-Jährige habe eine Schussverletzung gehabt. Das Landeskriminalamt bestätigte den gewaltsamen Tod. Ob es einen Schusswechsel gegeben hat, war unklar. Von dem Täter fehlte zunächst jede Spur.

Polizisten vor dem Gießener Hells-Angels-Clubhaus. Quelle: dpa

Rivalitäten zwischen den traditionellen Hells Angels aus Frankfurt und den türkisch geprägten Hells Angels aus Gießen hatten in den vergangenen Jahren mehrfach zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. Der Machtkampf, bei dem es vor allem um die Gründung einer Ortsgruppe in Gießen gegangen sein soll, hatte vor rund zwei Jahren zu Schüssen vor einem Frankfurter Club mit fünf Verletzten geführt.

Schüsse auch in Frankfurt

Am Himmelfahrtstag dieses Jahres fielen mitten auf einem belebten Frankfurter Platz ebenfalls Schüsse. Hintergrund der blutigen Rocker-Fehde mit zwei Schwerverletzten war nach früherer Einschätzung der Ermittler ein Streit zwischen Frankfurter Hells Angels und einem rausgeworfenen Mitglied. Ein Tatverdächtiger, der rund eine Woche nach den Schüssen gefasst wurde, sitzt seither in Haft. Nach einem anderen Verdächtigen wurde gesucht.

Nach Einschätzung des Landeskriminalamts umfasst die Rockerszene in Hessen rund 700 Menschen, die vier Gruppen zugeordnet werden. Im Fokus der Ermittler stehen sie vor allem wegen Rauschgiftdelikten und kriminelle Aktivitäten im Türsteher- und Rotlichtmilieu.

Von RND/dpa

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