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Hamburg: Nach neuem Hochbunker-Brand Kontrollen geplant

Brände Hamburg: Nach neuem Hochbunker-Brand Kontrollen geplant

Der zweite Brand eines Hochbunkers binnen weniger Tage hat die Feuerwehr in Hamburg vor große Probleme gestellt: In dem Bauwerk aus dem Zweiten Weltkrieg lagerten bis zu 5,5 Tonnen Pyrotechnik.

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Anwohner stehen auf der Straße. Die Häuser in der Nachbarschaft des Pyrotechnik-Bunkers wurden vorsorglich geräumt.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Hamburg. In der Nacht zu Samstag hatte es aus zunächst ungeklärter Ursache eine Explosion in dem unbewohnten Gebäude im Stadtteil Bahrenfeld gegeben. Fast über den ganzen Tag hinweg konnten die Einsatzkräfte weder das Gebäude betreten noch den Brand löschen, weil es zu gefährlich war. Die Hamburger Innenbehörde kündigte an, alle Hochbunker der Hansestadt überprüfen zu lassen. Erst am Dienstag hatte ein Hochbunker im Stadtteil Rothenburgsort gebrannt.

In Bahrenfeld gelangte die Feuerwehr am frühen Samstagabend in den dreistöckigen Bunker und schaffte es, das Feuer im ersten Obergeschoss zu löschen. Rund 150 Bewohner der Nachbarhäuser konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren, die sie zuvor mitten in der Nacht hatten verlassen müssen. Verletzte gab es nicht, wie Feuerwehrsprecher Hendrik Frese sagte. Am Sonntag setzte die Feuerwehr zunächst Brandwachen ein, die im Laufe des Tages abgezogen wurden.

In der Nacht zu Samstag sei der Alarm gegen 2.24 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen, hieß es. Mit rund 80 Einsatzkräften war die Feuerwehr zu dem schwierigen Einsatz ausgerückt. Die Löscharbeiten waren für die Rettungskräfte gefährlich. "Wir haben riesiges Glück, dass die Kollegen beim ersten Vorstoß da lebend rausgekommen sind", erklärte der Sprecher. Wegen des starken Rauchs und befürchteter weiterer Verpuffungen konnten die Feuerwehrmänner über mehrere Stunden das Gebäude nicht betreten.

Auch der Einsatz eines Roboters des Kampfmittelräumdienstes musste vorzeitig abgebrochen werden. "Es liegen zu viele Trümmer auf der Treppe, eine Wand ist eingestürzt, der Roboter kommt nicht über den Schutt", sagte Frese. Das Gerät sollte Bilder aus dem Inneren des Bunkers liefern. Über Lüftungslöcher gelang es schließlich, Schläuche und Wasser einzuführen, die Temperatur zu senken und die Pyrotechnik zu befeuchten. Teile davon seien wohl explodiert, hieß es. Die genaue Brandursache ist noch nicht ermittelt.

Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) hatte den Unglücksort ebenfalls besucht. Nach dem zweiten Brand in einem Hochbunker innerhalb von fünf Tagen ordnete seine Behörde eine Überprüfung aller Hochbunker in der kommenden Woche an. "Es soll geprüft werden, was dort lagert und welche Genehmigungen dafür vorliegen", sagte Sprecher Frank Reschreiter. Auch die Stabilität und Sicherheit der Bauwerke sollen in Zusammenarbeit mit den Bezirken kontrolliert werden.

Erst am Dienstag hatte es im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort in einem Hochbunker gebrannt. Es gab eine explosionsartige Zündung von Rauchgas. 45 Menschen wurden verletzt. Anwohner mussten die Häuser verlassen.

Für die Feuerwehr in der Hansestadt war es neben den beiden Bunkerbränden der dritte Großeinsatz innerhalb kurzer Zeit: Bei einem Chemieunfall in einem Gewerbegebiet war am Donnerstag stark ätzende Lauge ausgetreten.

dpa

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