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Panorama Gutachterin vergleicht Angeklagten mit Grundschulkind
Nachrichten Panorama Gutachterin vergleicht Angeklagten mit Grundschulkind
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16:38 03.07.2018
Der Angeklagte Wilfried W. (links) sitzt neben seinem Verteidiger Detlev Binder im Landgericht Paderborn. Quelle: dpa
Paderborn

Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh stellte ihr erstes Gutachten im Landgericht Paderborn vor: „Er beurteilt, besonders wenn er unter Druck steht, Dinge komplett falsch“, sagte sie über den Angeklagten. Was eine Misshandlung sei, habe er nicht beantworten können. Seiner Meinung nach sei es keine Straftat, wenn eine Frau an eine Heizung angekettet würde. Auch ein Schuss auf einen Menschen sei nach seinem Verständnis keine Straftat, sagte Saimeh.

Vermindert schuldfähig

Das Verhalten des 48-Jährigen erinnere eher an das Auftreten eines Grundschulkindes, schilderte die Gutachterin. Sie hält ihn aus diesen Gründen für vermindert schuldfähig. Saimeh soll im Auftrag des Gerichts klären, ob die beiden Angeklagten schuldfähig sind.

Zwei Frauen sterben nach Quälereien

Über Jahre hinweg soll ein Paar mehrere Frauen aus Niedersachsen in das Haus, das als Horrorhaus von Höxter bekannt wurde, gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben infolge der Quälereien. Der 48-Jährige und seine 49-jährige Ex-Frau sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Beide beschuldigen sich gegenseitig, die treibende Kraft gewesen zu sein. Der Prozess läuft seit Oktober 2016.

Von RND/dpa