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Panorama Hund beißt sieben Monate altes Baby tot
Nachrichten Panorama Hund beißt sieben Monate altes Baby tot
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00:33 15.04.2018
Ein Staffordshire-Bullterrier schaut durch die Gitterstäbe eines Tierheim-Zwingers (Symbolbild) Quelle: dpa
Darmstadt

Im hessischen Bad König ist ein Baby nach einem Hundebiss gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Familienhund den sieben Monate alten Jungen am Montag in der Wohnung in den Kopf gebissen.

Der 23-jährige Vater alarmierte umgehend die Rettungskräfte, die den Jungen in ein Krankenhaus brachten. Der Zustand des Kindes war zunächst stabil. Am späten Abend jedoch erlag der Säugling seinen Verletzungen. Der Vater und die 27 Jahre alte Mutter standen unter Schock.

Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, ermitteln nun Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft. Der Hund, bei dem es sich nach dem äußeren Ansehen um einen Staffordshire-Mix handeln könnte, wurde in einem Tierheim untergebracht. Dort sei er als aggressiv beschrieben worden.

Drei bis vier tödliche Hunde-Angriffe im Jahr

In Hessen ist das Halten von gefährlichen Hunden in einer speziellen Verordnung aus dem Jahr 2003 geregelt. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehören zehn Rassen und Gruppen, darunter ist der Pitbull-Terrier und der Staffordshire-Terrier. Ein Halter braucht für diese Listenhunde eine Erlaubnis der Ordnungsbehörden der jeweiligen Kommunen und muss eine Sachkundeprüfung ablegen. Außerdem muss für den Hund eine „positive Wesensprüfung“ vorliegen.

Erst vergangene Woche sorgte ein Fall aus Hannover bundesweit für Aufsehen. In einer Wohnung in Groß-Buchholz hatte Staffordshire-Mischling Chico seine zwei Besitzer totgebissen.

Jährlich sterben in Deutschland im Schnitt drei bis vier Menschen an Hundebissen oder nach Hundestößen. Das Statistische Bundesamt zählte von 1998 bis 2015 insgesamt 64 Todesopfer.

Von RND/mkr/dpa

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