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Panorama Umstrittenes Teakholz für „Gorch Fock“
Nachrichten Panorama Umstrittenes Teakholz für „Gorch Fock“
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16:37 25.09.2018
Teakholz an Bord der "Gorch Fock" sorgt für Aufregung. Quelle: Frank Behling
Kiel

Dem Teakholz waren Reporter des Politmagazins Report Mainz der ARD auf die Spur gekommen. Demnach stammt das jetzt an Deck der „Gorch Fock“ verbaute Teakholz aus Urwäldern in Myanmar. Wo genau es dort geschlagen wurde, lässt sich nicht mehr klären, da der Import bereits 2015 bis 2017 erfolgte.

Im März 2017 erließ die in Deutschland für Importkontrollen zuständige Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine Anordnung, nach der Importeure von Teakholz aus Myanmar genaue Nachweise über die Ursprungsregion und die Nachhaltigkeit des Holzschlags erbringen müssen.

Teakholz seit Sommer 2018 verboten

Grundlage für den Import von Burma-Teak ist die Europäische Holzhandelsverordnung (EUTR) von 2010. Da es aufgrund der Situation in Myanmar kaum eine zuverlässige Zertifizierung und einen Handel ohne Korruption gibt, ist ein Nachweis über den genauen Ursprung des Holzeinschlags in Myanmar nicht möglich. Deshalb darf seit Sommer 2018 auch kein Burma Teak aus Myanmar nach Deutschland eingeführt werden, wie die Bundesanstalt mitteilt.

Gorch-Fock-Sanierung seit 2015

Die Arbeiten auf der „Gorch Fock“ begannen bereits im Dezember 2015. Die Entscheidung zur Erneuerung des Decks war 2016 gefallen. Damals wurde auch das Holz bestellt und geliefert. „Das verwendete Holz ist nach unserem Kenntnisstand legal nach Deutschland gekommen“, bestätigt ein Sprecher der Verteidigungsministeriums auf Anfrage.

Aufgrund der Größe der Bohlen und der Anforderungen an den Holzbelag auf dem Segelschulschiff sei das Teakholz aus Myanmar nahezu alternativlos. Kaum ein Holz aus Plantagenanbau erreicht auch nur annähernd die Eigenschaften von Burma-Teak. Dabei steht neben der Arbeitssicherheit auch die Langlebigkeit im Fokus.

Nicht das erste Problem

Gegen Importverstöße wurde zuletzt meist beim Bau von Jachten ermittelt. 2017 hatte die Staatsanwaltschaft Kiel gegen die Werft German Naval Yards ermittelt, nachdem Vorwürfe über die Nutzung von Holz aus illegalem Einschlag bei der Superjacht „A“ verwendet wurden. Die Ermittlungen wurden jedoch im August 2018 eingestellt, da es nach Ansicht des Landgerichts Kiel keine Anhaltspunkte für einen illegalen Import gab.

Gorch Fock: Das muss alles saniert werden

Die Überholung der „Gorch Fock“ sorgt seit Jahren für Wirbel. Die zunächst als normale Sanierung für wenige Monate geplante Werftzeit uferte aus. Statt der zunächst geplanten zehn Millionen Euro müssen jetzt bis zu 135 Millionen Euro an die Elsflether Werft gezahlt werden. Masten, Rumpf, Aufbauten und Kommandobrücke werden erneuert.

Von Frank Behling/RND

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