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Panorama Indische Polizei sucht Rind im Reis
Nachrichten Panorama Indische Polizei sucht Rind im Reis
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21:14 07.09.2016
Im Hinduismus, der Religion von rund 80 Prozent der Einwohner Indiens, werden Kühe als heilige Tiere verehrt. Quelle: EPA
Neu Delhi

Die Polizei im nordindischen Bundesstaat Haryana untersucht zurzeit Reisgerichte darauf, ob sie Rindfleisch enthalten. Das bestätigte ein Beamter am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Kühe dürfen nicht geschlachtet werden

Grund seien Beschwerden, dass Straßenhändler im Distrikt Mewat den von ihnen angebotenen Biryani-Reisgerichten illegal Rindfleisch hinzugefügt hätten. Im Hinduismus, der Religion von rund 80 Prozent der Einwohner Indiens, werden Kühe als heilige Tiere verehrt.

In vielen Bundesstaaten steht es deshalb unter Strafe, eine Kuh zu schlachten. In Haryana ist die Höchststrafe dafür zehn Jahre Haft. Der Staat hat zudem eine eigene Polizeieinheit zum Schutz von Kühen. In dem von der Aktion betroffenen Mewat-Distrikt leben jedoch hauptsächlich Muslime, denen ihre Religion erlaubt, Rindfleisch zu essen.

Religiöser Konflikt

„Es gab Beschwerden, dass einige Händler im Vorfeld von Eid-al Adha (islamisches Opferfest) Rindfleisch verkaufen“, bestätigte der Polizeichef des Distrikts, Kuldeep Singh.

Seit dem Regierungsantritt der hindu-nationalistischen Partei BJP im Jahr 2014 häufen sich in Indien Zusammenstöße zwischen selbst ernannten Kuhschützern und vermeintlichen Kuhgegnern. Im Bundesstaat Uttar Pradesh töteten Protestler im Jahr 2015 einen Mann, der während Eid-al Adha eine Kuh geschlachtet haben soll.

Von dpa/RND

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