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Panorama Keine Freunde: Affe „Herr Nilsson“ biss und kratzte Pippi Langstrumpf
Nachrichten Panorama Keine Freunde: Affe „Herr Nilsson“ biss und kratzte Pippi Langstrumpf
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15:31 17.12.2018
Herr Nilsson wollte nicht auf Pippis Schulter sitzen – deshalb wurde er fixiert. Quelle: dpa
Stockholm

In den Pippi-Langstrumpf-Filmen war Herr Nilsson Pippis bester Freund. In der Realität hingegen kamen Pippi-Darstellerin Inger Nilsson und das Totenkopfäffchen nicht miteinander aus. „Er wirkt in den Filmen so lieb und nett – aber das war er nicht. Er hat uns Schauspieler gebissen, gekratzt, angepinkelt und auf uns gekotet“, sagte Nilsson in einem Interview mit der schwedischen Zeitung „Expressen am Sonntag“.

Herr Nilsson sei in Wahrheit nur zu der Familie nett gewesen, bei der er gelebt habe und die ihn für den Film verlieh. „Ihm hat es am Filmset nicht gefallen“, sagt die Schauspielerin heute, „und in meiner Umgebung hat er sich auch nicht wohlgefühlt.“ Das Tier war nicht für Filme trainiert, sondern das Haustier einer Stockholmer Familie.

Der Affe hat gezeigt, dass er sich unwohl fühlt und Angst hat

Am Set sorgte dieses Unwohlsein für Unruhe. Damit der Affe stillhielt, wurde er mit einer Schnur an ihr festgebunden, sagt Nilsson. „Die Schnur war an meinem Bauch befestigt und mit Kleidung überdeckt, so dass man sie nicht sehen kann.“

Heute denke die 59-Jährige, dass man mit dem Tier nicht so hätte umgehen sollen. Das Tier habe sein Unwohlsein deutlich zum Ausdruck gebracht, sobald es die Möglichkeit dazu hatte. „Er hatte Angst“, sagt Nilsson. Der Affe weigerte sich beispielsweise, seine Kleidung anzuziehen. „Man sollte einen Affen nicht als Haustier halten“, so Nilsson.

Kein Wiedersehen mit Herrn Nilsson

Nach den vier Pippi-Filmen sah Inger Nilsson das Äffchen nie wieder. „Ich weiß auch nicht, wie langer noch lebte und was er machte.“ Bis heute ist nicht öffentlich bekannt, was aus dem Tier wurde.

Harmonischer hingegen war es mit dem Pferd – das allerdings, wie vor einigen Jahren bekannt wurde, mit Beruhigungsmitteln ruhig gestellt wurde. Durch Kleiner Onkel habe sie zum Reiten gefunden, sagt Nilsson, die sich später auch ein eigenes Pferd kaufte.

Pippis Papagei lebt im Karlsruher Zoo

Bunting, der Schimmel, der Kleiner Onkel verkörperte und dafür mit Haarfärbemittel angesprüht wurde, lebte bis zu seinem Tod auf einem Gestüt in Schweden. Er wurde 25 Jahre alt.

Der Papagei Rosalinda, der eigentlich Douglas heißt, aus dem Film „Pippi in Taka-Tuka-Land“ ist hingegen inzwischen Deutscher. Der Zoo in Karlsruhe gewährte ihm Asyl, als er vor zwei Jahren eingeschläfert werden sollte. Damals setzte sich unter anderem Inger Nilsson mit einer Unterschriften-Aktion für den Ara ein.

Ausstrahlung an Weihnachten

Wie viele Kinder-Schauspieler aus den Astrid-Lindgren-Filmen, etwa Michel-aus-Lönneberga-Darsteller Jan Ohlsson, zog sich auch Inger Nilsson nach dem großen Erfolg zurück und drehte keine Filme mehr.

Die Pippi-Langstrumpf-Filme sind auch dieses Jahr an Weihnachten wieder im ZDF zu sehen: „Pippi Langstrumpf“ am 24. Dezember um 11.55 Uhr, „Pippi geht von Bord“ am 25. Dezember um 8 Uhr und „Pippi in Taka-Tuka-Land“ am 26. Dezember um 8.50 Uhr.

Von RND/msk

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