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Panorama Kleiner Krebspatient bekommt 192.000 Euro für Therapie
Nachrichten Panorama Kleiner Krebspatient bekommt 192.000 Euro für Therapie
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17:59 15.12.2016
Burkhard von Walsleben (l-r), Vorstandsvorsitzender der Volker-Reitz-Stiftung, Maik Wegner, Vater von Maurice, Katrin Wegner, Mutter von Maurice, Klaus Kandt, Polizeipräsident Berlin, und Maurice Wagner (u) bei der Übergabe des Spendenschecks in Berlin. Quelle: dpa
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Berlin

Der 12-jährige Maurice ist ein großer Fan der Helden aus „Star Wars“, doch für Polizeipräsident Klaus Kandt und Burkhard von Walsleben von der Volker-Reitz-Stiftung ist Maurice selbst ein Held. Im Oktober wurde bei dem Jungen ein spezieller Gehirntumor festgestellt, für den es in Deutschland keine Behandlung gibt.

Keine passende Therapie in Deutschland

Doch jetzt gibt es Hoffnung, dass Maurice trotzdem überleben könnte: Dank zahlreicher Spenden ist eine sehr teure Therapie in den USA möglich geworden.

Am Donnerstag bekam der Junge, dessen Vater bei der Polizei Berlin arbeitet, von Kandt und von Walsleben einen symbolischen Scheck über 192.000 Euro überreicht. Mehr als 6000 Menschen – darunter nicht nur Polizisten – waren dem Spendenaufruf der Volker-Reitz-Stiftung gefolgt und hatten für Maurice gespendet. Die Stiftung der Gewerkschaft der Polizei hat unter anderem das Ziel, in Not geratenen Kollegen und deren Familien zu helfen.

Der Vater Maik Wegner bedankte sich sichtlich gerührt: „Jeder, der hier etwas gespendet hat, hat dazu beigetragen, meinen Sohn behandeln zu lassen und ihm vermutlich das Leben zu retten.“ Manche Kollegen hätten sogar ein komplettes Gehalt gespendet. Polizeipräsident Kandt sagte: „Ich bin ausgesprochen stolz darauf, dass diese Hilfe so erfolgreich war und auch den Zusammenhalt in der Polizei darstellt.“

Maurice möchte auch an ein Tierheim spenden

Wann Maurice Wegner in den USA behandelt werden kann, ist allerdings noch unklar. Im New Yorker Memorial Sloan-Kettering Cancer Center gibt es einen Arzt, der eine besondere Operation durchführen kann. Der Tumor werde dabei nicht entfernt, erklärte Maik Wegner, stattdessen würden zwei Katheter ins Gehirn gelegt. Diese sorgten dafür, dass eine Chemotherapie erheblich besser ankomme. Ein Behandlungsjahr kostet 100 000 Euro. Burkhard von Walsleben wünschte sich, dass das Geld dazu beitrage, dass Maurice wieder gesund aus den USA zurückkomme.

Die große Unterstützung ist für die Familie Wegner wohl das größte Weihnachtsgeschenk. Maurice selbst hat aber auch noch einen Wunsch: Er möchte Geld an ein Tierheim spenden.

Von RND/dpa

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