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Kolumbien: Größter Kokain-Fund der Geschichte

Kriminalität Kolumbien: Größter Kokain-Fund der Geschichte

Über acht Tonnen Kokain auf einer Bananenfinca. Sie gehören der mächtigsten Verbrecherbande Kolumbiens. Wert: 250 Millionen Dollar.

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Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt, gefolgt von Peru und Bolivien. Bei einem Einsatz im Nordwesten des Landes haben Sicherheitskräfte mehr als acht Tonnen der Droge beschlagnahmt.

Quelle: Colombian Police

Medellín. Rekordfund in Kolumbien: Bei einem Einsatz im Nordwesten des Landes haben Sicherheitskräfte mehr als acht Tonnen Kokain beschlagnahmt. Das Rauschgift ist in einem unterirdischen Versteck auf einer Bananenfinca im Department Antioquia entdeckt worden.

Drei Verdächtige wurden festgenommen. Präsident Juan Manuel Santos gratulierte Soldaten und Polizisten zum größten Drogenfund der Geschichte des südamerikanischen Landes. Die 359 Pakete mit Kokain von sehr hoher Qualität waren Medienberichten zufolge für den US-Markt bestimmt. Nach Informationen der Zeitung "El Tiempo" vom Montag könnten es am Ende sogar fast neun Tonnen Kokain sein, der Wert soll bis zu 250 Millionen US-Dollar (221 Mio. Euro) betragen.

Das Kokain soll dem Verbrechersyndikat "Clan Úsuga" gehören, das auch als "Los Urabeños" bekannt ist. Die Gruppe gilt als derzeit mächtigste kriminelle Organisation Kolumbiens und rekrutiert sich vor allem aus ehemaligen Kämpfern der rechtsgerichteten Paramilitärs. Sie ist in viele Morde und Vertreibungen verwickelt. Die Bande soll pro Monat zwischen acht und zehn Tonnen Kokain über Mittelamerika und Mexiko Richtung USA schmuggeln und mindestens 60 Prozent des Drogenhandels in der kolumbianischen Pazifikregion kontrollieren. Zudem ist die Gruppe in illegalen Bergbau und Schutzgelderpressung verwickelt.

Das sei ein harter Schlag gegen die Finanzen des Syndikats und den Drogenhandel allgemein, sagte Verteidigungsminister Luis Carlos Villegas. Er schloss nicht aus, dass bei einer Operation auf dem Meer schon einmal noch mehr Kokain sichergestellt worden ist - aber für das Festland sei es in jedem Fall der größte Fund der Geschichte.

Das Kokain soll dem Vize-Chef des Úsuga-Clans, Roberto Vargas alias Gavilán, gehört haben. Die Regierung hat ein Kopfgeld von 500 Millionen Pesos (148 000 Euro) auf ihn ausgesetzt.

An dem Einsatz war auch eine Spezialeinheit beteiligt, die gezielt Jagd auf die Anführer macht. Eine ähnliche Gruppe hatte Anfang der 1990er Jahre Drogenboss Pablo Escobar zur Strecke gebracht. Kolumbien ist der weltweit größte Kokainproduzent, gefolgt von Peru und Bolivien. Seit Jahresbeginn haben die Behörden über 90 Tonnen Kokain in Kolumbien beschlagnahmt.

dpa

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