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Kolumbiens Präsident: "San José" ist Erbe der Menschheit

Schifffahrt Kolumbiens Präsident: "San José" ist Erbe der Menschheit

Die kolumbianische Regierung wertet das in der Karibik entdeckte Schiff "San José" und seinen an Bord vermuteten Milliardenschatz als Kulturerbe der Menschheit.

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«Es ist ein archäologischer, kultureller und historischer Schatz, den wir selbstverständlich mit dem Rest der Menschheit teilen werden. Aber er gehört den Kolumbianern», sagte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos.

Quelle: Ricardo Maldonado Rozo

Bogotá. Ansprüchen anderer Länder oder Firmen trat Präsident Juan Manuel Santos allerdings entgegen. "Jetzt tauchen auf einmal ganz viele vermeintliche Besitzer auf", sagte der Staatschef. "Nein, meine Herren, das ist Eigentum der Kolumbianer."

Er sei sich allerdings der Verantwortung für einen Fund von solcher Bedeutung bewusst. "Es ist ein archäologischer, kultureller und historischer Schatz, den wir selbstverständlich mit dem Rest der Menschheit teilen werden", sagte Santos. "Aber er gehört den Kolumbianern."

Die spanische Galeone war nach einer Seeschlacht mit einem englischen Flottenverband 1708 vor der Hafenstadt Cartagena gesunken. In dem Wrack werden Gold und Edelsteine im Wert von 3 bis 17 Milliarden US-Dollar vermutet. Zuletzt hatten Spanien und eine US-Firma, die das Schiff als Erste geortet haben will, Ansprüche angemeldet.

"Dies war ein staatliches Schiff, und es gehört dem Staat, unter dessen Flagge es fuhr", sagte der spanische Außenminister José Manuel García-Margallo. Der Streit soll nun auf diplomatischem Wege beigelegt werden.

Das US-Unternehmen Sea Search Armada (SSA) hatte das Wrack nach eigenen Angaben bereits Anfang der 1980er geortet und die Koordinaten den kolumbianischen Behörden mitgeteilt. Seinem Mandanten stehe deshalb ein Teil des Schatzes zu, sagte Anwalt Danilo Denis.

dpa

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