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Kontrollen und mobile Zäune: Wiesn-Konzept verschärft

Feste Kontrollen und mobile Zäune: Wiesn-Konzept verschärft

Politisch war er hoch umstritten und wurde zunächst abgelehnt: ein mobiler Zaun zum Schutz des Wiesn-Geländes. Nach den jüngsten Anschlägen kommt die Absperrung nun doch. Auf die Besucher des Oktoberfestes kommen noch mehr Einschränkungen zu.

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Sicherheitscheck auf der Wiesn: Mit Rucksackverbot, Personenkontrollen und mobilem Zaun am Rand der Wiesn will die Stadt München die Sicherheit erhöhen.

Quelle: Tobias Hase/Archiv

München. Jetzt kommt der umstrittene Zaun doch auf das Wiesn-Gelände: Mit einem Rucksackverbot, Personenkontrollen und eben einem mobilen Zaun will die Stadt München die Sicherheit auf dem Oktoberfest erhöhen.

Man könne die blutigen Attacken in Würzburg, München und Ansbach nicht einfach ignorieren, sagte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) in München. Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) betonte jedoch, es gebe weiterhin keine konkreten Gefährdungshinweise für das Oktoberfest.

Dennoch werden nun zu Spitzenzeiten bis zu 450 Ordner im Einsatz sein, wie Schmid als Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft erläuterte. Er sagte: "Die Wiesn wird keine Hochsicherheitszone werden. Aber es wird wichtige Änderungen geben, die alle Gäste betreffen."

Die einschneidendste Neuerung dürfte sein, dass Taschen und Rucksäcke mit einem Fassungsvermögen von mehr als drei Litern mit wenigen Ausnahmen verboten sind und in Sammelstellen abgegeben werden müssen. Außerdem wird es im Verdachtsfall Personenkontrollen geben. Um sämtliche Zugänge zum Festgelände kontrollieren zu können, wird ein etwa 350 Meter langes, bislang noch offenes Teilstück an der Theresienhöhe mit einem Zaun geschlossen.

Dieser Vorschlag Schmids war noch im Juli nach wochenlangen Diskussionen vom Wirtschaftsausschuss abgeschmettert worden - zu groß war die Angst, dass der Zaun etwa bei einer Massenpanik zur Todesfalle werden könnte. Doch Tests ergaben nun, dass die mobilen Elemente innerhalb von 50 Sekunden abgebaut werden können. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hält den Zaun für "sehr vernünftig", wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Wenn man Kontrollen machen will, macht es anders keinen Sinn." Außerdem diene der Zaun auch als Abschreckung.

Die Kosten für die erweiterten Sicherheitsmaßnahmen stehen noch nicht fest. Das größte Volksfest der Welt lockt jedes Jahr mehr als sechs Millionen Besucher an. An einzelnen Tagen schieben sich bis zu 500 000 feiernde und trinkende Menschen über das rund 30 Hektar große Areal. In diesem Jahr dauert das Oktoberfest vom 16. September bis zum 3. Oktober.

dpa

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