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Landesvorsitzender tritt nach Vorwürfen zurück

Weißer Ring Landesvorsitzender tritt nach Vorwürfen zurück

Der Weiße Ring in Lübeck steht vor einem handfesten Skandal. Ein Mitarbeiter soll Frauen sexuell genötigt haben, obwohl diese Hilfe bei der Organisation gesucht hatten. Nun zieht der Landesvorsitzende und sein Stellvertreter die Konsequenzen und treten zurück.

Insgesamt werfen etwa zehn bis zwölf Frauen laut Döring dem damaligen Mitarbeiter vor, sie sexuell belästigt oder bedrängt zu haben.

Quelle: dpa

Lübeck. Der Weiße Ring in Schleswig-Holstein kämpft um seinen guten Ruf: Nach Vorwürfen, ein früherer Mitarbeiter habe Frauen sexuell belästigt, nahm die Spitze des Landesverbandes ihren Hut. Der Landesvorsitzende der Hilfsorganisation für Verbrechensopfer, der frühere Justizminister Uwe Döring, erklärte am Samstag mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt - ebenso sein Stellvertreter Uwe Rath. Er wolle Schaden vom Weißen Ring, der sich seit Jahrzehnten engagiert für Kriminalitätsopfer einsetze und auf Spenden angewiesen sei, abwenden, sagte Döring in Neumünster. Er war seit sieben Jahren Landesvorsitzender, Rath seit 18 Jahre Vize.

Der ehemalige Leiter der Lübecker Außenstelle des Weißen Rings steht unter dem Verdacht, Frauen sexuell belästigt und genötigt zu haben, die sich dem Opferhilfeverein anvertrauten. Zwei Frauen im Alter von 40 und 50 Jahren stellten jetzt Strafanzeige gegen den 73-jährigen pensionierten Polizeihauptkommissar, wie die „Lübecker Nachrichten“ (Sonnabend) und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichteten. Seit dieser Woche lägen der Staatsanwaltschaft die Anzeigen vor.

Insgesamt werfen etwa zehn bis zwölf Frauen laut Döring dem damaligen Mitarbeiter vor, sie sexuell belästigt oder bedrängt zu haben. Döring wandte sich gegen den möglichen Eindruck, der Landesvorstand habe zu spät reagiert. Die ersten Belästigungsvorwürfe seien im November 2016 erhoben worden. Damals habe man entschieden, dass der Mann Frauen, die Opfer von Sexualstraftaten geworden sind, nicht mehr beraten dürfe.

Von dpa/RND

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