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Panorama Lauren Graham: Lorelai ist mein Vorbild
Nachrichten Panorama Lauren Graham: Lorelai ist mein Vorbild
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11:05 21.11.2016
Vertraut wie immer: Alexis Bledel (links) und Lauren Graham wurden als dynamisches Mutter-Tochter-Duo in der Serie Gilmore Girls berühmt. Quelle: afp
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Berlin

Die „Gilmore Girls“ wurden Anfang des Jahrtausends zu einer Kultserie. Nach dem Ende der Show 2007 konnten sich die Fans einfach nicht mit dem Ende der Geschichte um das Mutter-Tochter-Duo Lorelai und Rory Gilmore abfinden. Ab dem 25. November haben sie Grund zum Jubeln. Denn Lauren Graham und Alexis Bledel kehren (auf „Netflix“) in ihren Paraderollen zurück.

Wie war es, nach fast 10 Jahren wieder auf dem Set von „Gilmore Girls“ zu sein?

Alexis Bledel: Als wäre ich niemals weg gewesen. Es fühlte sich einerseits sehr vertraut an, auf der andere Seite aber fast surreal. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass wir noch einmal die Möglichkeit bekommen würden, weitere Kapitel unserer Story zu schreiben.

Lauren Graham: Es ist das größte Geschenk für mich, weil ich diesmal an die Rolle mit einer ganz anderen Sichtweise herangehe. Ich weiss zu schätzen, was sie mir und den Fans bedeutet. Als ich die Rolle das erste Mal angenommen habe, war ich jung. Es war meine erster grosser Erfolg und am Ende fühlte ich mich sogar etwas müde. Erst im Laufe der Jahre habe ich schätzen gelernt, wie positiv meine Erfahrungen waren.

Sie haben es hauptsächlich der Hartnäckigkeit der Fans zu verdanken, dass Sie eine Zugabe geben dürfen.

LG: Dessen sind wir uns sehr bewusst. Es ist wundervoll, wie viel die Fans über unsere Show wissen. Es gibt mittlerweile Tausende von Webseiten und Instagram-Accounts der Gilmore Girls.

AB: Ich habe auf Social Media gesehen, wie sehr die Menschen die Gilmore Girls geliebt und sich mit ihnen identifiziert haben. Das beste ist, dass wir nun die Chance haben, eine ganz neue Generation von Fans zu begeistern, die damals noch zu jung waren. Es ist ein neues Zeitalter.

Sind Sie Fans von Social Media?

AB: Ich bin zwar auf Social Media, wenn auch eher sporadisch. Es ist ein guter Weg, mit anderen privat und geschäftlich zu kommunizieren. Allerdings glaube ich nicht, dass ich besonders gut bin, mich im Cyberspace zu verkaufen.

LG: Ich sehe mein Gesicht ständig auf Instagram und Facebook und denke „Das bin ich ja“ – obwohl ich es nicht bin. Ich fühle mich geschmeichelt, aber ich muss jetzt mal öffentlich bekannt geben, dass ich nur einen Twitter-Account habe.

Es hat sich einiges bei den Gilmore Girls geändert. Rory hat Stars Hollow verlassen.

AB: Ja. Sie ist eine Kollegin von Ihnen. Sie arbeitet als Journalistin und lebt einen Vagabunden-Lebensstil. Sie jagt überall im Land interessanten Storys hinterher, übernachtet bei Freunden auf der Couch und kehrt nur wegen einer Beerdigung in ihre Heimatstadt zurück. Und damit fängt die erste neue Folge dann auch an.

Alexis, für Sie privat hat sich einiges im Leben geändert. Sie sind seit Herbst 2015 selbst Mutter eines kleinen Sohnes. Ändert das, wie Sie die Rolle angehen?

AB: Ich habe mit 18 die Rolle bekommen. Das war wie ein anderes Leben damals. Deshalb fand ich es ja so spannend, meine alte Figur updaten zu können. Eine solche Chance bekommt man als Schauspieler ja eigentlich fast nie.

LG: Ich kann mich noch genau an unseren ersten Drehtag erinnern. Alex war so jung und unerfahren. Ich musste sie ein paar Mal in den Arm nehmen, weil sie ihren Einsatz ab und zu nicht genau hinbekommen hat. Wie sich die Zeiten geändert haben (lacht).

Wie sehr hat sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter in der Show verändert?

LG: Eigentlich kaum. Die Beziehung zwischen Lorelai und Rory war seit je nie die traditionelle Mutter-Tochter Dynamik. Die beiden waren immer mehr wie Freundinnen. Und das sind wir geblieben.

Wie ähnlich sind sich Lauren Graham und Lorelai Gilmore?

LG: Es gibt sehr deutliche Überschneidungen. Ich kann mich erinnern, dass ich früher oft gedacht habe „Haben die mein Tagebuch gelesen?“, wenn ich das Drehbuch bekommen habe. Es war teilweise unheimlich. Deshalb kann ich mich ja auch so gut mit meiner Figur identifizieren – mehr als mit allen anderen Rollen meiner Karriere.

Ist Lorelai eine Art Vorbild für Sie?

LG: Das kann man so sagen. Sie hat eine sehr jugendlich frische Art, das Leben anzugehen. Das Alter sollte für Frauen einfach nur eine Zahl sein. Es ist wichtiger wie sie denken und handeln im Leben.

Wie steht es mit der Ähnlichkeit zwischen Alexis und Rory?

AB: Ich sehe das auch so einige Parallelen (grinst). Ich denke was uns alle vier verbindet ist, wie wichtig uns Familie und Kommunikation ist.

Eindeutig gehen für die „Gilmore Girls“ Familienbande über alles. Können Sie das als Mutter heute besser nachvollziehen als früher, Alexis?

AB: Natürlich. Familie kommt an erster Stelle. Es ist wundervoll selbst Mutter zu sein. Aber grade um meine Familie zu schützen, habe ich mir geschworen, nicht öffentlich über sie zu reden.

Von Dierk Sindermann

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