Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Panorama Lebenslange Haft für U-Boot-Bauer Peter Madsen
Nachrichten Panorama Lebenslange Haft für U-Boot-Bauer Peter Madsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:03 25.04.2018
Der Däne Peter Madsen steht in Kopenhagen in seinem U-Boot Quelle: dpa
Anzeige
Kopenhagen

Ein Gericht in Kopenhagen hat für den Erfinder Peter Madsen die Höchststrafe verhängt. Der 47-jährige Däne muss für den Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall lebenslang ins Gefängnis. Das Urteil sei einstimmig gefallen, sagte die Richterin Anette Burkø.

Madsen habe keine glaubwürdige Erklärung für den Tod von Wall abgegeben. Der Angeklagte hörte still zu, als die Richterin das Urteil in dem Gericht in der dänischen Hauptstadt verlas. Kurz darauf kündigte er Berufung an.

Die Zeichnung aus dem Gerichtssaal zeigt Peter Madsen Quelle: AP

Eine lebenslange Freiheitsstrafe bedeutet in Dänemark im Durchschnitt rund 15 Jahre Gefängnis. Nach 12 Jahren kann bei der Königin eine Begnadigung beantragt werden. Nur wenige Gefangene bleiben tatsächlich bis zum Ende ihres Lebens hinter Gittern.

Brutale Details werden bekannt

Madsen war angeklagt, die Schwedin Kim Wall an Bord seines selbstgebauten U-Boots erst gefoltert, dann getötet, schließlich die Leiche zerstückelt und ins Meer geworfen zu haben. Dabei soll er eine Sex-Fantasie ausgelebt haben. Madsen gab zu, die Leiche in mehrere Teile zerlegt zu haben.

Während der Verhandlung kamen auch grausige Details über den in Dänemark als exzentrischen Erfinder bekannten Madsen zu Tage. So zeigte die Staatsanwaltschaft Videos echter Hinrichtungen, die Madsen auf einer Festplatte gespeichert hatte. Zeugen sagten aus, der 47-Jährige habe vom perfekten Verbrechen geträumt.

Die Journalistin Kim Wall ist tot, ihre Leiche wurde in einer Bucht vor Kopenhagen gefunden. Der U-Boot-Bauer Peter Madsen sitzt in Untersuchungshaft. Was genau am 10. August auf der „Nautilus“ geschah, ist immer noch rätselhaft.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der US-Stadt Oak Park im Staat Michigan haben 13 Lastkraftfahrer einem Mann das Leben gerettet. Als dieser drohte, von einer Brücke zu springen, gelang es den Truckern, ihn mit einer Aktion davon abzuhalten.

25.04.2018

Auf die Echo-Auszeichnung des Rapperduos Kollegah und Farid Bang folgte eine Debatte über Antisemitismus – nun hat ein Mann Strafanzeige bei der Polizei Gütersloh gestellt.

25.04.2018

Diese Komödie macht garantiert gute Laune: In „Madame Aurora und der Duft von Frühling“ (Kinostart am 26. April) zeigt sich die französische Schauspielerin Agnès Jaoui von ungewohnt sinnlicher Seite.

25.04.2018
Anzeige