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Lubitz’ Familie äußert Zweifel an Absturz-Ursache

Germanwings-Unglück Lubitz’ Familie äußert Zweifel an Absturz-Ursache

Zwei Jahre nach dem Germanwings-Absturz mit 150 Toten geht die Familie des verantwortlichen Co-Piloten Andreas Lubitz an die Öffentlichkeit. Sie will ein eigenes Gutachten zum Unglück von Flug 4U952 vorstellen – genau am Jahrestag der Tragödie.

Andreas Lubitz: Seine Familie äußert Zweifel an der Absturz-Ursache.

Quelle: dpa/Foto-Team-Müller

Montabaur/Berlin. Lubitz’ Familie will das Gutachten am Freitag auf einer Pressekonferenz vorstellen. Bereits in der Einladung bezweifelt Lubitz' Vater die „Annahme des dauerdepressiven Copiloten, der vorsätzlich und geplant in suizidaler Absicht das Flugzeug in den Berg gesteuert haben soll“. Er schreibt: „Wir sind der festen Überzeugung, dass dies so nicht richtig ist.“

Es seien viele Fragen unbeantwortet geblieben, heißt es. Auch seien bei der Aufklärung der Ursachen Aspekte vernachlässigt worden. Die Familie hat nach eigenen Angaben den Luftverkehrs-Journalisten Tim van Beveren für das Gutachten beauftragt – es soll am zweiten Jahrestag des Absturzes in Berlin vorgestellt und erläutert werden. Neben van Beveren will sich auch Günter Lubitz den Fragen der Journalisten stellen.

Fünf Schweigeminuten in Haltern

Am 24. März 2015 hatte Co-Pilot Lubitz einen Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings gegen einen Berg in den französischen See-Alpen geflogen. Mit ihm starben alle 149 Insassen des Jets. Die deutschen Justizbehörden gehen von einer absichtlichen Tat und Alleinverschulden des Co-Piloten aus.

Unter den Toten waren auch 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus dem westfälischen Haltern. Am Freitag ist auch dort eine Gedenkfeier geplant. Vorgesehen sind dabei fünf Schweigeminuten sowie das Geläut aller Trauerglocken in der Stadt.

Die Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa hat wie im Vorjahr ein Angehörigentreffen in Le Vernet in der Nähe der Absturzstelle in den südfranzösischen Alpen organisiert. Am 24. März soll es dort eine Gedenkfeier geben, in dessen Rahmen ein künstlerisch gestaltetes „Gedenkelement“ enthüllt werden soll. Es soll im Sommer an der eigentlichen Absturzstelle aufgestellt werden.

Kritik nach Traueranzeige von Lubitz’ Eltern

Lubitz' Familie hatte bereits vor einem Jahr Kritik auf sich gezogen. Die Eltern hatten eine Traueranzeige veröffentlicht und darin geschrieben: „Für Dich: Wir vermissen Dich sehr, aber du bist und bleibst in unseren Herzen, Deine Mama, Dein Papa und Dein Bruder.“

Darauf reagierten Angehörige von Opfern. „Wir können unser ermordetes Kind nur noch am Grab besuchen, in der Danksagung der Familie Lubitz wird ihr Sohn als wertvoller Mensch beschrieben. Man kann unsere Wut derzeit nicht in Worte fassen“, ließen sie damals über ihren Anwalt mitteilen.

Von dpa/RND/wer

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