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Panorama Märchen-Spielplatz wird zum Hass-Objekt
Nachrichten Panorama Märchen-Spielplatz wird zum Hass-Objekt
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11:54 03.11.2017
Dieser Spielplatz in Neukölln ist noch nicht eröffnet, steht aber schon zur Diskussion. Quelle: Screenshot
Berlin

„Abfackeln das Teil“, diese und andere Hass-Kommentare auf Facebook erntet derzeit ein Kinderspielplatz, der bald in Berlin-Neukölln eröffnen soll. Stein des Anstoßes – ein Halbmond, der auf einer Holzkuppel eines Klettergerüsts prangt. Viele Facebook-Nutzer wittern eine Islamisierung deutscher Kinderspielplätze. In vielen Hasskommentaren wird zum Abriss des Spielplatzes aufgerufen und gegen den Islam gehetzt. Auch auf einer AfD-Seite wurde ein Bild des Spielplatzes geteilt.

So wie diese Facebook-Nutzerin haben sich viele Menschen über den Spielplatz geäußert. Quelle: Screenshot

In Neukölln haben viele Spielplätze bestimmte Themen. So gibt es etwa Piraten-Schiffe oder einen Käpt’n Blaubär-Spielplatz. Da der neue Spielplatz in der Nähe der Kita „Ali Baba und seine Räuber“ gebaut, ist er thematisch an die Geschichte von „Ali Baba und die 40 Räuber“ angelehnt. Das habe sich die Kita gewünscht, wird Neukölln Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) in verschiedenen Medien zitiert. Sie betont, dass es sich nicht um die Darstellung einer Moschee, sondern einer Märchenburg handele.

Kritik kommt auch von der Berliner CDU

Auch von der Berliner CDU kommt Kritik an dem Spielplatz. Man könne die Gestaltung als originell bezeichnen, wird der Berliner CDU-Politiker Burkhard Dregger in der Berliner Zeitung zitiert. „Oder als schwachsinnig“. Vermutlich habe sich ein Beamter das fragwürdige Projekt ausgedacht und gemeint, er würde einen Beitrag zur Völkerverständigung beitragen. Der Spielplatz soll Ende des Jahres eröffnet werden und kostet etwa 220.000 Euro.

Während sich auf Facebook viel Hass und Unverständnis wegen des Spielplatzes breit macht, gibt es auch positive und beschwichtigende Stimmen. Einige Nutzer schreiben, dass es auch viele „Arche-Noah“-Spielplätze gebe und sich darüber niemand aufrege.

Von RND/MAZonline

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