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Massenvergiftung mit Drogen in Niedersachsen

Notfälle Massenvergiftung mit Drogen in Niedersachsen

Den Einsatzkräften kommen torkelnde Menschen entgegen - es ist ein Großalarm für die Rettungskräfte: In einem Tagungszentrum erleiden mehr als 30 Menschen eine Drogen-Vergiftung. Wie kam es dazu?

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Rettungswagen und Notärzte sind in Handeloh bei einem Tagungszentrum im Einsatz, bei dem es zu einer Massenvergiftung mit Drogen gekommen war.

Quelle: Christian Butt

Handeloh. Bei einer Massenvergiftung mit Amphetaminen sind im niedersächsischen Handeloh mehr als 30 Menschen verletzt worden. Die Erwachsenen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren litten unter Wahnvorstellungen, Krämpfen, Schmerzen, Luftnot und auch Herzrasen.

Das sagte Matthias Köhlbrandt von der Kreisfeuerwehr Harburg am Freitagabend. Nach dem Alarm gegen 14.25 Uhr rückten die Rettungskräfte zu einem Großeinsatz aus.

In dem örtlichen Tagungszentrum hätten die Helfer die Vergifteten torkelnd und kaum ansprechbar angetroffen, sagte Kreissprecher Johannes Freudewald. "Es sind aber keine lebensbedrohlichen Erkrankungen."

Als Ursache wurde nach ersten Erkenntnissen eine Vergiftung mit Amphetaminen festgestellt, wie der Kreissprecher sagte. Die synthetisch hergestellten Aufputschmittel haben eine euphorisierende Wirkung. Wie Ecstasy und Speed gehört auch die künstlich hergestellte Modedroge Crystal zur Gruppe der Amphetamine.

Rettungswagen an Rettungswagen parkte am Nachmittag vor dem Tagungszentrum in der rund 2300 Einwohner zählenden Kleinstadt. Mehr als 150 Rettungskräfte der Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter-Unfallhilfe waren im Einsatz. Die mehr als 30 Verletzten mussten in mehreren Kliniken untergebracht werden. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Wie es zu der Vergiftung kam, war am Freitagabend noch unklar. So konnten die zuständigen Stellen zunächst nicht sagen, ob die Teilnehmer die Drogen selbst eingenommen hatten oder ob sie ihnen eingeflößt worden waren. Die Polizei rechnete frühestens für Samstag mit ersten Befragungen: "Die Befragungen beginnen, sobald die Menschen ansprechbar und die Aussagen auch verwertbar sind." Ob das dann auch ein Fall für die Staatsanwaltschaft werde, müsse sich zeigen.

dpa

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